Opec-Korbpreis fällt - Benzin in Deutschland zwei Cent billiger
Ölpreis steht unter Druck

Vor allem in New York sackten die Ölpreise am Freitag drastisch ab, aber auch die Nordsee-Marke Brent sank in London nahezu auf den niedrigsten Stand seit zehn Wochen. Hintergrund ist ein starker Anstieg der US-Rohölreserven.

HB NEW YORK/HAMBURG. Die Benzinpreise in Deutschland gingen um zwei Cent zurück und liegen jetzt nach Angaben der Industrie im Schnitt bei 1,11 Euro für einen Liter Super.

Rohöl zur Auslieferung im Oktober kostete am Freitag in New York 28,69 Dollar je Barrel (159 Liter) gegenüber 31,58 Dollar vor einer Woche. Dies ist ein Rückgang von rund neun Prozent. Brent-Öl zur Oktober-Auslieferung verbilligte sich in London um 14 Cent auf 27,17 Dollar.

Die US-Rohölbestände waren nach Angaben des amerikanischen Energieministeriums in der Woche zum 29. August unerwartet stark um 1,8 Millionen Barrel auf 280,4 Millionen Barrel gestiegen. Die Energieexperten hatten nur mit einer Ausweitung von etwas mehr als 600 000 Barrels gerechnet.

Die US-Benzinnachfrage war in der Woche zum 22. August auf ein Rekordniveau von 9,67 Millionen Barrels gestiegen, doch blieb der erwartete weitere starke Nachfrageanstieg in der darauf folgenden Woche aus. Die Nachfrage fiel stattdessen um 3,4 Prozent, berichtete die US-Wirtschaftsagentur Bloomberg. Die Amerikaner seien in den Tagen nach dem Labour-Day-Feiertagswochenende wegen des schlechten Wetters weniger Auto gefahren als erwartet. Der Feiertag stellt das Ende der amerikanischen Sommerferien und damit den Abschluss der Hauptreisezeit dar.

Die US-Benzinreserven stiegen um 700 000 Barrel auf 191,9 Millionen Barrel an. Die von Bloomberg befragten Analysten hatten hingegen einen Rückschlag von 1,48 Millionen Barrels erwartet. Die Heizöl- und Dieselreserven gingen ebenfalls kräftig in die Höhe. Dies ließ die Sorgen über die Energieversorgung im Winter in den Hintergrund treten und trug ebenfalls mit zu den gedrückten Rohölpreisen bei.

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