Opec-Treffen in Doha
Wird die Ölflut eingedämmt?

In Doha diskutieren wichtige Ölförderländer heute über ein Einfrieren der Fördermenge. Standen die Zeichen vor dem Treffen zunächst nicht auf Einigung, könnte es nun womöglich doch zu einem Beschluss kommen.

DohaBei dem Treffen wichtiger Ölproduzenten am Sonntag in Doha könnte es doch zu einem Einfrieren der Ölfördermengen auf dem Niveau vom Januar kommen. Die Deckelung soll zunächst bis zum 1. Oktober gelten, wie aus dem Entwurf für eine Einigung des Treffens in Doha am Sonntag hervorgeht, den die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte.

Die Staaten wollen sich im Oktober erneut in Russland treffen, um die Fortschritte im Kampf gegen den niedrigen Ölpreis zu überprüfen. Dieser ist wegen des Überangebots seit Mitte 2014 eingebrochen. Insider äußerten sich optimistisch, dass es zu einer Einigung kommen wird.

Saudi-Arabien, Katar, Venezuela und Russland hatten sich bereits im Februar vorläufig darauf verständigt, die Ölförderung auf dem Januar-Niveau einzufrieren. Allerdings machen sie dies davon abhängig, dass sich weitere Exporteure dem anschließen.

Bei dem Treffen in Doha wollen die Opec-Länder darüber diskutieren, die Fördermenge einzufrieren, um einem weiteren Preisverfall zu verhindern. Vor dem Treffen standen die Zeichen aber zunächst nicht auf Einigung. Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman sagte am Samstag, das Königreich werde die Ölförderung nur beschränken, wenn auch der Iran dazu bereit sei.

Der Iran, der keinen Vertreter nach Doha schicken will, hat bislang betont, er würde eine Deckelung der Ölförderung begrüßen, sich selbst aber nicht daran beteiligen. Nachdem die meisten Sanktionen wegen des jahrelangen Atomstreits gegen die Islamische Republik gerade aufgehoben wurden, will das Land zunächst seinen Marktanteil wieder ausbauen.

Das Ölembargo gegen Iran war im Streit um das Atomprogramm des Landes verhängt worden. Nach Inkrafttreten des internationalen Atomabkommens Mitte Januar, das den Streit beilegt, wurde das Embargo aufgehoben. Laut der Opec stieg die iranische Ölproduktion von 2,9 Millionen Barrel pro Tag im Januar auf 3,3 Millionen im März, doch lag sie damit noch unter den rund 4,0 Millionen vor dem Embargo.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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