Opec-Treffen: Einigung droht zu scheitern

Opec-Treffen
Ölstaaten können sich wohl nicht einigen

Die Ölpreise fallen am Dienstag. Ein lange als sicher geltender Kompromiss der Öl fördernden Staaten, ist ins Wanken geraten. Einige Länder wehren sich gegen Druck aus Saudi-Arabien.
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SingapurDie Zeichen vor der wichtigen Tagung der Opec-Länder zur Stabilisierung des Ölpreises stehen nicht auf Einigung. Ein Vorbereitungstreffen endete am Montagabend ohne Annäherung. Es seien keine konkreten Details für eine Förderkürzung beschlossen worden, sagte ein Vertreter des Ölkartells der Nachrichtenagentur Reuters.

Vor allem Iran und Irak stemmen sich gegen den Druck Saudi-Arabiens. Sie wollen nicht weniger Öl produzieren. Der Preis für das Schwarze Gold fiel am Dienstag um mehr als zwei Prozent. Iran will Marktanteile zurückgewinnen, nachdem die jahrelangen Sanktionen gegen das Land im Zuge des Atomstreits aufgehoben wurden. Dies sei der Wille des Volkes, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Shana Ölminister Bidschan Sanganeh.

Von den früheren Iran-Sanktionen profitierte am Ölmarkt vor allem der Erzrivale des Landes in der Region, Saudi-Arabien. Irak braucht dringend höhere Einnahmen aus dem Ölgeschäft, um den Kampf gegen die Extremisten-Miliz IS zu finanzieren.

„Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Opec-Kürzung kommt, ist sehr gering“, sagte der Chef-Rohstoffanalyst der Großbank SEB, Bjarne Schieldrop. Er verwies vor allem auf die Pläne Irans und Iraks. Die US-Investmentbank Goldman Sachs erwartet bis Mitte 2017 durchschnittlich einen Ölpreis von 45 Dollar pro Fass. Am Dienstag kostete die Marke Brent rund 47 Dollar.

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