Opec will Ölproduktion erhöhen
US-Ölpreis steigt über Marke von 47 Dollar

Der Preis für US-Öl ist nach neuen Angriffsdrohungen auf eine Ölpipeline im Südirak auf ein Rekordhoch gestiegen.

HB LONDON. Der September-Kontrakt für US-Leichtöl erreichte am Mittwoch mit 47,01 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter) den höchsten Stand seit dem Beginn des Handels dieser Sorte an der New Yorker Terminbörse Nymex vor 21 Jahren. Auch nach der Mitteilung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) über die Erhöhung der Ölproduktion im Juli auf ein Niveau, das einen anhaltenden Aufbau der Lagerbestände ermöglichen würde, lag der Ölpreis um 20 Cent höher als am Vortag und blieb mit 46,95 Dollar je Barrel in der Nähe des Rekordhochs. Seit Ende Juni verteuerte sich US-Leichtöl um rund zehn Dollar je Barrel.

Auch der Preis für die führende Nordsee-Ölsorte Brent stieg am Mittwoch um zehn Cent auf 43,09 Dollar je Barrel.

Eine dem radikalen Schiiten-Anführer Moktada al-Sadr nahe stehende Gruppe hatte zuvor mit Angriffen auf eine zentrale Ölpipeline im Südirak gedroht, sollten die US-Truppen nicht am Mittwoch aus Nadschaf abziehen. Dort hat sich Al-Sadr mit Kämpfern seiner Miliz verschanzt. „Wir haben in Amara eine Ölquelle in Brand gesetzt. Das ist eine schlichte Warnung an die Regierung von (Ministerpräsident Ijad) Allaui und die Besatzungskräfte. Wir werden die Hauptexport-Pipeline im Süden bombardieren, wenn sie Nadschaf nicht innerhalb von 48 Stunden verlassen und die Belagerung beenden“, heißt es in der Erklärung der Gruppe, die das Datum vom Montag trägt.

Die Opec kündigte am Mittwoch an, sie habe die Ölproduktion im Juli um 599 000 Barrel je Tag auf 29,57 Millionen Barrel je Tag erhöht. Die Juli-Produktion lag damit um mehr als 1,25 Millionen Barrel je Tag über dem von der Opec geschätzten Bedarf nach Opec-Öl im vierten Quartal. Die Organisation sieht nur eine sehr geringe Auswirkung des hohen Ölpreises auf das Wachstum der Weltwirtschaft.

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