Organisation trifft sich am Mittwoch
Opec-Länder wollen nicht mehr fördern

Trotz Ölpreisen deutlich über 50 Dollar will die Organisation Erdöl fördernder Staaten (Opec) bei ihrem Treffen am Mittwoch die Fördermengen nicht anheben.

HB RIAD. „Wir haben ausreichend Öl am Markt“, sagte der iranische Ölminister Bidschan Sanganeh am Montag zu Journalisten im iranischen Isfahan, wo die Opec diese Woche ihre Mengenstrategie für die kommenden Monate berät. Der hohe Ölpreis sei vor allem das Werk von Spekulanten und beruhe nicht auf einem tatsächlichen Mangel an Erdöl. Die Opec könne daher nichts tun, um die Preise zu drücken. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) US-Leichtöl lag am Mittag bei 54,57 Dollar und damit rund 13 Cent über dem Niveau vom Freitag. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent kostete mit 53,32 Dollar 22 Cent mehr.

Bislang hat lediglich Saudi-Arabien eine Anhebung der offiziellen Förder-Obergrenze von 27 Millionen Barrel pro Tag ins Spiel gebracht. „Das Königreich hält es für notwendig, die Opec-Förderquote bei dem Treffen am 16. März um eine halbe Million Barrel pro Tag zu erhöhen“, sagte Ölminister Ali al-Nueimi am Montag vor der Presse in Riad. Derzeit liegt die offizielle Förderquote bei 27 Millionen Barrel pro Tag. Zusammen mit der im vergangenen Herbst gebilligten Überproduktion fördern die Staaten der Organisation Erdöl exportierender Länder derzeit rund 29,5 Millionen Barrel. Damit liegt die Gesamtproduktion der Opec nur knapp unter dem im September erreichten 25-Jahres-Hoch von mehr als 30 Millionen Barrel pro Tag.

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