Preise für Kokskohle bleiben bis 2008 hoch
Teure Rohstoffe belasten Stahlhersteller

Die Stahlhersteller können vorerst nicht damit rechnen, dass die in jüngster Zeit drastisch gestiegenen Rohstoffpreise bald wieder fallen. Das gilt insbesondere für die Kokskohle, deren Preis sich mit 125 Dollar pro Tonne im Vergleich zu 2004 verdoppelt hat.

HB DÜSSELDORF. In einer aktuellen Studie prognostiziert die US-Investmentbank Morgan Stanley, dass die aktuellen Rekordpreise für Kokskohle bis zum Jahr 2008 Bestand haben werden. Sollte sich die Stahlnachfrage Chinas weiter erhöhen, könnten sie sogar weiter steigen, Das Land ist schon heute mit Abstand der größte Stahlproduzent der Welt.

Eine weitere Verteuerung der Rohstoffe würde die Stahlhersteller hart treffen. Der Branche fällt es zunehmend schwerer, die Kostensteigerungen an ihre Kunden zu überwälzen. Der Anstieg der Stahlpreise scheint nach zwei Jahren gestoppt.

Rund 70 Prozent der Herstellungskosten in der Stahlindustrie entfallen inzwischen auf Rohstoffe. Vor zwei Jahren lag der Anteil noch bei 50 Prozent. Zu Buche schlägt dabei auch die Zunahme der Erzpreise, die sich um im Vergleich zu 2004 um mehr als 70 Prozent erhöhten.

Erst 2008, so prognostiziert Morgan Stanley, wird der australische Konzern BHP Billiton, der weltgrößte Exporteur von Kokskohle, in der Lage sein, die steigende Nachfrage zu decken. Das Unternehmen will bis zum Jahr 2010 seine Produktion um 100 Millionen Tonnen erhöhen.

In den ersten vier Monaten 2005 wurden weltweit sieben Prozent mehr Stahl produziert als im vergangenen Jahr. Das Wachstum übertraf die Marke von fünf Prozent, die der Branchenverband IISI seiner Prognose für das Gesamtjahr zu Grunde gelegt hatte. Treiber des Wachstums war China mit Plus von 25,4 Prozent.

Experten gehen davon aus, dass der Stahlbedarf Chinas bis zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking hoch bleiben wird.

Markus Hennes
Markus Hennes
Handelsblatt / Teamleiter Sport
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