Preise für Kokskohle mehr als verdreifacht
Explosion der Rohstoffpreise trifft auch Stahlhersteller

Die Verteuerung der Rohstoffe trifft auch die Stahlhersteller. Seit September haben sich die Preise für Kokskohle mehr als verdreifacht. Im gleichen Zeitraum wurde Eisenerz um ein Viertel, Kohle um ein Fünftel teurer. Auch Frachtraten und Energiepreise sind merklich angezogen.

HB DÜSSELDORF. „Für unser Unternehmen“, rechnet Karl-Ulrich Köhler, Chef der Thyssen-Krupp Stahl AG, vor, „summieren sich die Kostenbelastungen bis heute auf einen annähernd dreistelligen Millionenbetrag.“

Da Rohstoffe in Dollar abgerechnet werden, dämpft zwar der starke Euro die Teuerung. Aber dort, wo sie können, geben die Stahlhersteller den Kostenschub sofort an ihre Kunden weiter und setzen eine Preisspirale in Gang. Die deutschen Eisen- und Stahlgießereien beispielsweise – wichtige Zulieferer für die Autoindustrie und den Maschinenbau – kündigten an, von nun an monatlich ihre Verkaufspreise an die steigenden Roheisenpreise anzupassen.

Auch Baustahl ist seit November 2003 um etwa ein Drittel teurer geworden, weitere Erhöhungen sind angekündigt, zusätzlich treten jetzt noch erhebliche Lieferengpässe auf. „Die Kostensprünge stellen selbst seriös kalkulierende Firmen vor gewaltige Probleme“, beklagt Gerhard Buchmeier, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Stahlbau-Verbands in Düsseldorf. Dies gelte für begonnene Baumaßnahmen oder bereits abgebene Angebote, aber auch für künftige Projekte, weil die Unternehmen nicht in der Lage seien, Anfragen mit verbindlichen Preisen und Terminen zu versehen.

Markus Hennes
Markus Hennes
Handelsblatt / Teamleiter Sport
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