Preiseinbruch
Ölpreis fällt auf tiefsten Stand seit 2005

Der vorläufige Verzicht der Opec auf Förderkürzungen sowie die konjunkturelle Krise treiben den Ölpreis immer weiter abwärts. Nachdem der Preis für WTI-Öl in New York um fast zehn Prozent eingebrochen war, fällt er in Asien weiter. Inzwischen kostet Öl so wenig wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr.

HB NEW YORK. Der Ölpreis ist am Dienstag auf den tiefsten Stand seit dreieinhalb Jahren gefallen. Ein Fass US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligte sich um etwa eineinhalb Dollar auf 47,84 Dollar. So niedrig lag der Preis zuletzt im Mai 2005.

Ein Verzicht der Opec auf eine sofortige Senkung der Fördermenge sowie Anzeichen für eine Verschlechterung der weltweiten Wirtschaftslage hatten den Ölpreis bereits am Montag deutlich in den Keller gedrückt. An der Nymex war der Preis für ein Barrel (159 Liter) WTI-Öl um mehr als fünf Dollar bzw. fast zehn Prozent auf 49,28 Dollar gefallen.

Die Opec hatte eine Entscheidung über die Produktionsniveaus auf den 17. Dezember verschoben, während der erste globale Rückgang der Ölnachfrage seit 25 Jahren immer wahrscheinlicher wird. "Kurzfristig äußert der Markt seine Enttäuschung", kommentierte Lawrence Eagles, Analyst bei J.P.Morgan.

"Es war ein schrecklicher Start in die Woche für die Leute, die auf eine Bodenbildung gehofft hatten", sagte Walter Zimmermann, ein Analyst bei ICAP/United Energy. Die OPEC werde "von zwei Seiten in die Zange genommen: einer schwächelnden Konjunktur und einem steigenden Dollar. Es ist das schlimmste Kombination für die diese Jungs", fügte er hinzu.

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