Preiskorrektur als Einstieg
Experten glauben weiter an Rohstoffe

Die starke Preiskorrektur an den Rohstoffmärkten überrascht Fachleute nicht. Seit dem Jahr 2002 haben sich die populären Rohstoffindizes mehr als verdoppelt, so dass „eine solche Korrektur nur gesund für den Markt ist“, sagt Hans-Jürgen Klisch von der US-Investmentbank Raymond James.

FRANKFURT. James betont, dass vom Platzen einer Blase, wie zuletzt verschiedentlich zu hören war, keine Rede sein kann. Zuletzt sei zu viel spekulatives Geld in diesen Sektor geflossen. Dies habe zwangsläufig eine Korrektur bewirkt. Selbst wenn die Preise 30 bis 40 Prozent zurückfallen sollten, sei Optimismus für die Zukunft dieser Anlageklasse angesagt, sagt Jim Rogers, der vor vielen Jahren mit einem eigenen Investmentfonds und einem eigenen Rohstoffindex diese Anlageklasse „wiederentdeckte“.

Nach wie vor gebe es eine Rohstoffverknappung, so dass die Preise im Anschluss an die Konsolidierung wieder auf Haussekurs gehen dürften. Die Fundamentaldaten sprächen klar für höhere Preise, sagt Rogers, der an seiner These vom über fünfzehn Jahre laufenden Megatrend festhält. Die Hausse befinde sich derzeit erst im vierten Jahr, ist Klisch optimistisch.

Die Korrektur könne allerdings zunächst noch weitergehen, sagt Adam Rowley von der Macquarie Bank. Zahlreiche noch nicht positionierte institutionelle Anleger dürften seiner Einschätzung nach auf diese Chance einer Minuskorrektur gewartet haben, um sich in Rohstoffen neu oder aber stärker zu positionieren. „Von einem zu starken Pessimismus an den Rohstoffmärkten raten wir ab“, sagt der Fachmann. Noch wichtiger sei die Tatsache, dass die Rohstoffverbraucher mit der anhaltend hohen physischen Nachfrage die Preise stützten. „Nur eine deutliche Abschwächung des Wirtschaftswachstums kann zum Beispiel eine Verknappung bei Metallen verhindern“, sagt Rowley.

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