Preisrutsch: Kalt erwischt – Hedge-Fonds setzten auf Gold

Preisrutsch
Kalt erwischt – Hedge-Fonds setzten auf Gold

Spekulanten haben nicht immer ein glückliches Händchen - so wie beim Goldpreis. Viele Hedge-Fonds haben direkt vor dem Einbruch auf steigende Kurse gesetzt. Sie haben jetzt „Bauchschmerzen“, sagt ein Insider.
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Hedge-Fonds und andere Spekulanten hatten ihre Wetten auf einen Anstieg des Goldpreises ausgebaut - direkt vor dem Einbruch des Edelmetalls. In der Woche bis zum 9. April stockten die Investoren ihre Gold-Kaufpositionen um 19 Prozent auf 56.084 Terminkontrakte und Optionen auf, wie aus Daten der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hervorgeht.

Der Preis für Gold sackte am Montag am Kassamarkt zeitweise um rund zehn Prozent ab und fiel deutlich unter die Marke von 1.400 Dollar je Unze, nachdem er bereits in der vergangenen Woche um sechs Prozent eingebrochen war. Gold-Terminkontrakte zur Lieferung im Juni büßten an der Comex in New York am Montag 9,3 Prozent ein und schlossen bei 1.361 Dollar je Unze - das ist der stärkste Tagesverlust seit März 1980.

„Wer vor diesem starken Einbruch gekauft hat, dürfte jetzt etwas Bauchschmerzen haben“, erklärte Donald Selkin, leitender Marktstratege bei National Securities. „Gold wird nicht mehr als notwendiger sicherer Hafen wahrgenommen. Alle sehen auf den Aktienmarkt und sind verblüfft, und wir haben keine Inflation. Also fragen sich alle, wofür sie Gold überhaupt brauchen.“

Der extreme Preisrutsch Prozent wird von Händlern als übertrieben bewertet. Einige Anleger hätten den massiven Einbruch zum Einstieg genutzt. Am Dienstag erholte sich der Goldpreis leicht, er notierte zuletzt bei 1.376 Dollar. „Die erste große Panik ist raus“, kommentierte Proettel die leichte Preiserholung am Goldmarkt. Allerdings sei jetzt das Vertrauen der Anleger in das gelbe Edelmetall beschädigt. „Der Nimbus ist angekratzt“. Weitere Rückgänge beim Goldpreis könnten nicht ausgeschlossen werden, sagte der Experte.

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„Todesglocke“ für den Superzyklus

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  • Da wir gegenwärtig weit davon entfernt sind das die enormen Geldmengen in ihrem Wert reell den Produkten, Dienstleistungen, Rohstoffen und Edelmetallen auf der Welt gegenüber bewertet sind, zumal eine Flurbereinigung (Inflation) immer erst zeitig versetzt auftritt, stellen diese Mittel eine sehr große Machtposition da. Mit einem konzertierter Angriff auf die Edelmetalle ist daher zu rechnen. Dieser findet natürlich immer erst nach einer vertieften Analyse der Randkonditionen statt und wird sich nur dann manifestieren wenn das Umfeld günstig ist, z.B. wenn Staaten ihre Goldreserven abbauen müssen um ihre Schulden zu finanzieren. Aber irgendwo müssen dann diese dadurch generierten Geldmengen ja auch wieder investiert werden. Zudem gibt es irgendwo nach unten eine Schmerzgrenze. Daher ist von der Bildung neuer Spekulationsblasen aus zu gehen.

  • Es gibt echte Großinvestoren, Fonds, Banken, Mienengesellschaften. Hier ist eine Menge Kapital am Goldmarkt. HB schreibt, dass die 13 Tonnen aus Zypern 2% dem Tagesvolumen des Goldmarktes entspricht. D.h. dort werden täglich 25 MRD $ gehandelt (wenn die Angaben vom HB stimmen). Davon ausgehend können wir an den Comex-Daten unterstellen, dass vieleicht gute 80% auf große und professionelle Institutionen zurückzuführen sind.

    Was will ich damit eigentlich sagen. Ganz einfach, nicht auszudenken, was mit dem Markt geschieht, wenn die konzertiert auftreten.

  • @aspi

    Bleiben Sie mal realistisch.

    "Klammheimliche Freude, dass die Euro-Hasser jetzt alle auf die Nase gefallen sind..."

    Gold am 1.1.10: 1.100,-- USD, aktuell: 1.393,-- USD.
    Immer noch knappe 30% vorne. "Auf die Nase fallen" sieht wohl etwas anders aus:

    Ökofreaks und grüne Ideologen: Solarworld am 1.1.10 bei 15,60 EUR, aktuell 0,93 EUR.
    Da dürfen Sie dann erzählen, der Anleger sei auf die Nase gefallen. Beim Gold habn Sie da etwas nicht richtig mitbekommen....

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