Preisrutsch
Ölpreis auf tiefstem Stand seit Juni 2005

Der Ölpreis ist am Freitag den zweiten Tag in Folge kräftig abgerutscht und auf den tiefsten Stand seit Mitte Juni 2005 gefallen. An den Ölmärkten werde derzeit stark auf einen fallenden Ölpreis spekuliert, begründeten Experten den Einbruch.

HB NEW YORK. Im frühen Nachmittagshandel stand der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Dezember zeitweise auf einem Tagestief von 54,86 US-Dollar. Damit gab der Preis für US-Rohöl in weniger als 24 Stunden mehr als sechs Prozent nach.

An der Rohstoffbörse in New York wird allerdings zum Wochenende die Umstellung vom Dezember- auf den Januar-Kontrakt vorgenommen. Bei WTI-Öl, das erst im Januar ausgeliefert wird, fällt der Preisrückgang mit 60 Cent auf 57,97 nicht so stark aus wie beim Dezember-Kontrakt. An der Rohstoffbörse in London ist die Umstellung der Kontrakte bereits vollzogen worden. Hier gab der Preis für Rohöl der Nordsee- Sorte Brent zur Auslieferung im Januar um 50 Cent auf 58,04 Dollar nach.

„Für den aktuellen Preisrutsch beim Dezember-Kontrakt gibt es keine fundamentalen Gründe“, sagte der Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der DZ Bank. Derzeit würden aber Investoren zunehmend auf fallende Preise spekulieren. Weinberg rechnete beim WTI-Öl nicht mit einem Fall unter die Marke von 50 Dollar. Auch die Marke von 55 Dollar dürfte allenfalls nur kurzfristig unterschritten werden.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist hingegen geringfügig gestiegen. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel (159 Länder) aus den Fördergebieten des Kartells am Donnerstag im Durchschnitt 55,47 US- Dollar. Das waren 14 Cent mehr als am Vortag.

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