Raffinerien in den USA laufen wieder auf Hochtouren
Experten halten Ölpreis-Einbruch für übertrieben

Leichte Gewinne verzeichnet der Ölpreis am Donnerstag im asiatischen Geschäft, nachdem er am Vorabend im US-Handel einen der größten Kurseinbrüche in der jüngsten Geschichte verbucht hatte.

HB NEW YORK. Der Future mit Fälligkeit Januar auf Öl der Sorte Light Sweet Crude notiert am Morgen bei 45,55 Dollar, im Vergleich zum Vortagesschluss ein leichtes Plus von 0,06 Dollar.

Im US-Handel hatte der Ölpreis den größten Fall seit drei Jahren erlebt, nachdem die jüngsten Daten zu den Rohöllagerbeständen in den USA einen höheren Wert als erwartet ausgefallen waren.

Einige Marktteilnehmer halten den Kurseinbruch des Vortages jedoch für übertrieben: „Bedenken um Lieferschwierigkeiten und Kapazitätsgrenzen dürften einen weiteren tiefen Rutsch der Preise verhindern“, heißt es. Sobald es wieder zu größeren Lieferunterbrechungen oder einem Wintereinbruch komme, dürften die Lagerbestandsdaten rasch wieder in den Hintergrund treten. Andere hingegen halten einen Fall des Ölpreises bis auf 40 Dollar oder gar 39,50 Dollar „über kurz oder lang“ für wahrscheinlich. Charttechnikern zufolge liegt beim November-Tief bei 45,25 Dollar eine wichtige Unterstützung. Hingegen sei es ein Zeichen für eine Veränderung des Sentiments, sollte der Preis den 100-Tage-Durchschnitt bei derzeit etwa 47,07 Dollar zurückerobern. Auf ersten Widerstand treffe der Kontrakt bei 46 Dollar.

Die Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) will bei einem anhaltend hohen Ölpreis auch im ersten Quartal des kommenden Jahres ihren Mitgliedern eine Produktion oberhalb ihrer Quoten erlauben. „Ich denke, wir werden eine Überproduktion tolerieren, da der Preis noch hoch ist“, sagte Opec-Chef Purnomo Yusgiantoro. am Donnerstag. „Wir werden Opec-Mitgliedern erlauben, mehr zu produzieren“, fügte er hinzu. Die Organisation will bei ihrem Treffen am 10. Dezember im Kairo über die Fördermenge im ersten Quartal beraten. Die Opec produziert derzeit die höchste Ölmenge seit 25 Jahren. Der Iran hat sich für eine Dämpfung der Überproduktion ausgesprochen, damit es im Winter nicht zu einer Lagerbildung kommt.

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