Rally geht weiter
Die Goldfinger

Seit zwölf Jahren steigt der Goldpreis stetig an. Daran wird sich auch 2013 nichts ändern. Vor allem die Politik der Zentralbanken treibt bekannte Investoren wie George Soros und John Paulson dazu, den größten Goldschatz aller Zeiten anzuhäufen.
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New YorkWer in den vergangenen Jahren auf Gold setzte, hat gute Renditen erzielt. Daran soll sich auch künftig nichts ändern, denn die seit zwölf Jahren anhaltende Rally bei Gold hält wohl auch im kommenden Jahr an. Laut einer Median-Prognose von 16 Bloomberg-Analysten wird der Goldpreis 2013 in jedem Quartal zulegen und in den letzten drei Monaten im Durchschnitt bei 1925 Dollar je Unze liegen. Das sind elf Prozent mehr als aktuell.

Vor allem die geldpolitischen Anreize der Zentralbanken treiben die Investoren dazu an, den größten Goldschatz aller Zeiten anzuhäufen, wie aus Pflichtmeldungen an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Demnach hat der US-Hedge-Fonds-Manager John Paulson über den größten goldbasierten börsengehandelten Fonds, den SPDR Gold Trust, immerhin 3,67 Milliarden Dollar auf das Edelmetall gesetzt.

Paulson, der 2007 mit Wetten gegen die Subprime-Hypotheken in den USA zum Milliardär wurde, besitzt damit 21,8 Millionen Anteile an SPDR und ist damit dessen größter Anteilseigner. Mit 66 Tonnen übersteigt sein Investment die Goldreserven von Brasilien.

George Soros erhöhte sein Investment im gleichen Trust auf 1,32 Millionen Aktien. So hoch war das Engagement des US-Investors zuletzt 2010. Jede Aktie repräsentiert rund eine Zehntel Unze Gold, damit ist das Investment 221,7 Millionen Dollar wert. Der Goldpreis ist um 60 Prozent geklettert, seit Soros im Januar 2010 Gold als die „ultimative Blase“ bezeichnet hatte.

Von den USA über Europa bis nach China ergreifen die Zentralbanken Maßnahmen, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Das schürt die Angst vor einer weiter steigenden Inflation und vor Währungsverlusten. Nachdem die US-Notenbank Federal Reserve von Dezember 2008 bis Juni 2011 in zwei Runden US-Anleihen im Volumen von insgesamt 2,3 Billionen Dollar ankaufte, stieg der Goldpreis in dem Zeitraum um 70 Prozent.

Kommentare zu " Rally geht weiter: Die Goldfinger"

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  • ach hafnersp, du kennst den Aufsatz schon. Oben habe ich ihn dir gerade empfohlen. :-)

  • @hafnersp, es reicht schon der Aufsatz von alan Greenspan, immerhin ehemaliger Notenbankchef der FED, "Gold und wirtschaftliche Freiheit". Er schafft es innerhalb von einer Seite alles wichtige zu erklären und begründet, warum Gold der natürliche Feind jeder Geld- und Fiskalpolitik ist. Hier der Aufsatz zum Nachlesen: http://www.realgeld.com/grund-wissen/inflation-deflation/alan-greenspans-legendarer-aufsatz-uber-gold-1966

  • Wer jetzt genau ?????
    (Originalton Cordula Brödke - zu finden auf Youtube)

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