Regierungskrise in Japan
Eurokurs stabilsiert sich

dpa-afx FRANKFURT. Der Euro hat sich am Montagmorgen über der Marke von 1,23 Dollar stabilisiert. Wegen der Regierungskrise in Japan legte die europäische Gemeinschaftswährung im Vergleich zum Yen deutlich zu und stieg auf den höchsten Stand seit April. Im frühen Frankfurter Handel kostete ein Euro 1,2 328 Dollar und war damit ungefähr so viel wert wie am Freitagabend.

Am Freitagnachmittag war die europäische Gemeinschaftswährung infolge robuster US-Arbeitsmarktdaten bis auf knapp über 1,23 Dollar gefallen. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs am Nachmittag noch auf 1,2 386 (Donnerstag: 1,2 319) Dollar festgesetzt. Experten rechnen am Montag eher mit steigenden Eurokursen.

Für Bewegung am Devisenmarkt sorgte am Montagmorgen die Regierungskrise in Japan infolge der gescheiterten Postprivatisierung. Der japanische Yen gab sowohl im Vergleich zum Euro als auch zur US-Währung deutlich nach. Der Euro stieg am Montagmorgen bis auf 138,85 Yen - dem höchsten Stand seit dem 22. April.

Der japanische Ministerpräsident Junichiro Koizumi war zuvor mit einem Gesetzespaket zur Postprivatisierung gescheitert. Die Parlamentskammer entschied am Montag mit den Stimmen von Abweichlern in Koizumis Regierungspartei LDP gegen das Herzstück seines Wirtschaftsreformprogramms. In Japan stehen nun Neuwahlen an.

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