Rekordhoch
Spekulationen treiben Preise für Mais

Der Maispreis schwingt sich zu neuen Höhen auf. Grund sind die Maisreserven der USA und die Angst vor Ernteeinbußen.
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Frankfurt

Ein Scheffel dieses Lebens- und Futtermittels verteuerte sich am Dienstag um 0,2 Prozent auf 7,6175 Dollar. Am Montag war der Preis zeitweise auf 7,65 Dollar gestiegen und hatte damit den bisherigen Rekord vom Juni 2008 eingestellt.

"Es sind genügend Nachrichten im Markt, die den Mais-Preis weiter in die Höhe treiben können", sagte Rohstoff-Stratege Luke Mathews von der Commonwealth Bank of Australia. Dazu gehörten die niedrigsten US-Maisreserven seit 15 Jahren und die Furcht der Anleger vor Ernte-Einbußen auf der Nordhalbkugel infolge schlechten Wetters.

In den Anbau-Gebieten des US-Mittelwestens kann derzeit wegen Regen kein Mais gepflanzt werden. Verzögert sich die Aussaat zu stark, müssen Bauern von Mais auf Sojabohnen ausweichen.

Im Schlepptau des Mais verteuerte sich Weizen um 0,4 Prozent auf 7,9275 Dollar je Scheffel. Sojabohnen kosteten mit 13,86 Dollar 0,1 Prozent mehr als am Vortag.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Jeder kann auf Geldanlagen verzichten, die Mensch und Umwelt schaden! Keiner braucht Finanzprodukte, die auf Kosten der Ärmsten mit Nahrungsmitteln spekulieren! Dafür setzt sich die Initiative handle-fair.de ein.

  • Dazu kommt, daß in Australien wegen der Unwetter im letzten Jahr wohl nicht mit der üblichen Erntemenge gerechnet werden kann.
    In Russland ist im Sommer wieder mit starken Bränden zu rechnen, da es unter dem Torf noch immer schwelt und raucht.
    Und keiner weiß doch was sich aus der Katastrophe in Japan noch entwickelt, wenn wegen der Strahlung in einigen Anbaugebieten vielleicht gar nicht mehr geerntet werden braucht, weil die Belastung so hoch ist, daß die Produkte sowieso nicht mehr in den Handel gelangen dürfen. Wer weiß denn schon, wie sich die Strahlung um die Welt verteilt.
    Alles weiter Preistreiber für ein unverzichtbares Produkt.

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