Rekordhoch
Weizen- und Kaffeepreise steigen

Verzögerungen bei der Aussaat und ungünstige Wettbedingungen lassen den Weizenpreis in die Höhe schnellen. Der Weltmarktpreis für Arabica-Kaffee erreicht sogar ein 34-Jahres-Hoch.
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FrankfurtFurcht vor Ernte-Einbußen hat Weizen und Mais am Mittwoch verteuert. Als Auslöser nannten Börsianer die Verzögerungen bei der Aussaat dies- und jenseits des Atlantik aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen. Der US-Weizen-Future stieg um bis zu 1,8 Prozent auf acht Dollar je Scheffel, Mais zog um 1,7 Prozent auf 7,6175 Dollar an. Der an der Eurex gehandelte Weizen-Kontrakt notierte 1,9 Prozent fester bei 256 Euro je Tonne. Der Londoner Future war mit 222 Pfund Sterling je Tonne so teuer wie seit Anfang der 1990er Jahre nicht mehr. „Bei weiteren Verzögerungen könnten Bauern gezwungen sein, statt Mais Sojabohnen anzubauen“, sagte Analyst Ker Chung Yang von Phillip Futures in Singapur. Während die europäischen Landwirte Niederschläge herbeisehnen, behindern starke Regenfälle die Aussaat in Nordamerika.

Das anhaltend knappe Angebot und charttechnische Faktoren haben den Preis für Kaffee der Sorte Arabica am Mittwoch weiter in die Höhe getrieben. Der Juli-Kontrakt stieg um bis zu 1,2 Prozent auf 2,9765 Dollar je Pfund und war damit so teuer wie seit 1977 nicht mehr. 

„Es ist unvermeidlich, dass Arabica die Marke von drei Dollar antestet“, sagte ein Händler. Die Konjunkturaussichten und die Dollar-Schwäche stützen zusätzlich. Die in London gehandelten Futures auf Robusta-Kaffee verteuerten sich um 1,3 Prozent auf 2484 Dollar je Tonne.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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