Ressourcen
Irak-Krise treibt Ölpreis in die Höhe

Die Produktivität wird heruntergefahren, Raffinerien werden geschlossen und ausländische Mitarbeiter ausgeflogen: Der Konflikt im Irak lässt die Ölpreise steigen, obwohl die Exporte des Landes nicht betroffen sind.
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SingapurAngesichts der andauernden Kämpfe im Irak hat der Ölpreis am Mittwochmorgen sein hohes Niveau behauptet. Nordseeöl der Sorte Brent kostete mit 113,58 Dollar 0,1 Prozent je Barrel (159 Liter) mehr als am Vorabend, US-Leichtöl der Sorte WTI notierte mit 106,87 Dollar 0,5 Prozent höher.

Die größte Raffinerie des Landes, Baidschi, ist inzwischen geschlossen, ausländische Mitarbeiter wurden evakuiert. Irakischen Angaben zufolge sind allerdings die einheimischen Angestellten noch vor Ort, und das Militär hat die Kontrolle übernommen.

Die Exporte seien noch nicht von den Kämpfen betroffen, erklärte Ben Le Brun, Marktanalyst bei OptionsXpress in Sydney. Der bisherige Preisanstieg beruhe lediglich auf der Spekulation, dass die Ölförderung behindert werde. „Aber sobald wir hören, dass die Produktion betroffen ist, werden wir einen dramatischeren Preisanstieg sehen.“ Im schlimmsten Fall könnte Brent auf 120 Dollar steigen. Noch vor einer Woche hatte Brent weniger als 110 Dollar gekostet. Die Analysten von ANZ vermuten, dass Brent bis auf weiteres in einer Spanne von 110 bis 115 Dollar schwanken dürfte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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