Risikostreuung zahlt sich aus
Rohstoffe ins Depot - aber gut gemischt

Rohstoffe gehören ins Portfolio eines jeden vernünftigen Anlegers. Das ist in den vergangenen zwei Jahren und besonders mit steigenden Rohöl- und Energiepreisen immer wieder zu hören. Aber ist das auch wissenschaftlich bewiesen? Und in welchem Mix zu klassischen Assets und in welcher Form holt man sich diese Anlageklasse am besten ins Depot?

HB HAMBURG. Eine Studie der amerikanischen Yale Universität ist den "Fakten und Fantasien von Rohstoffpreisen" nachgegangen und hat wissenschaftlich bewiesen, dass sich Rohstoffe in Form von Terminkontrakten (Commoditiy Futures) zur Diversifizierung eines traditionellen Portfolios bestehend aus Aktien und Anleihen sehr gut eignen. Die Autoren Gary Gorton und K. Geert Rouwenhorst haben dazu die drei wichtigsten Bausteine der Nobelpreis-gekrönten Portfoliotheorie von Markowitz untersucht: Ertrag, Risiko und Korrelation der Assets untereinander.

Ihr Ergebnis: Im Zeitraum von 1959 bis 2004 haben Rohstoff-Futures im Wesentlichen die gleiche Performance wie Aktien bei ähnlichem Risiko und vergleichbarer Risikoprämie gezeigt. Damit ist zunächst einmal die an den Finanzmärkten kursierende Behauptung, Rohstoffinvestments seien volatiler und riskanter als Aktien, empirisch widerlegt. Das wichtigste Resultat aber ist, dass die untersuchten Future-Preise deutlich negativ mit den beiden traditionellen Anlageklassen Aktien und Anleihen korrelieren. Dafür bewegen sie sich im Gleichklang mit allen Arten von Inflation.

Das Fazit der Wissenschaftler lautet daher: "Die Vorteile einer Diversifikation mit Rohstoffen im Portfolio sind offenbar dann am größten, wenn sie am meisten gebraucht werden." Mit anderen Worten: In Zeiten hoher Inflationsgefahr, in späten Expansionsphasen mit hohem Bedarf der Wirtschaft an Grundstoffen und bei beginnenden Rezessionen können Rohstoffinvestments der rettende Anker für die Geldanlage sein.

Was diese Erkenntnisse für die Aufteilung eines Depots bedeuten, der Frage hat sich Matthias Zielinski an der Fachhochschule Gießen-Friedberg gestellt. Im Rahmen seiner Diplomarbeit fand Zielinski heraus, dass für den von ihm untersuchten Zeitraum (1984- 2005) eine Portfoliooptimierung durch eine Rohstoffbeimischung von 14,3 Prozent erreicht wird.

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