Rohöl-Futures höher
Goldpreis überspringt 1300 Dollar je Unze

Rohöl-Futures handeln am Mittwoch höher, die Sorte WTI profitierte dabei von sinkenden US-Lagerbeständen. Indes können sich die Verkäufer von Gold freuen: Der Preis für das schwergewichtige Edelmetall steigt und steigt.
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Die Notierungen der Rohöl-Futures haben am Mittwochnachmittag zugelegt. Die US-Sorte WTI profitierte dabei von den Lagerbestandsdaten des American Petroleum Institute vom späten Dienstag. Danach waren die US-Rohölvorräte in der Vorwoche um 5,5 Millionen Barrel gesunken. Diesen Trend könnten die Daten des Energieministeriums, die am späten Nachmittag veröffentlicht werden, bestätigen. Von Bloomberg befragte Volkswirte rechnen mit einem Minus von 1,55 Millionen Barrel.

Der Septemberkontrakt für Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) wurde bei 97,60 Dollar je Barrel 0,3 Prozent höher gehandelt. Der Brent-Terminkontrakt kostete mit 104,83 Dollar je Barrel 0,2 Prozent mehr

Chefstratege Ric Spooner von CMC Markets in Sydney, der bei Kursen von 98,70 Dollar mit wachsendem Verkaufsdruck für WTI rechnet, sieht die Möglichkeit, dass auf dem aktuellen Niveau zunächst eine Handelsspanne ausgebildet wird.

Die Feinunze Gold wurde am Kassamarkt 1,4 Prozent fester mit 1306,81 Dollar gehandelt. Das zur Risikoabsicherung eingesetzte Edelmetall profitierte von den anhaltenden Spannungen in der Ukraine, wo russische Truppe zusammengezogen worden sind.

„Angesichts der erneuten Massierung russischer Truppen an der ukrainischen Grenze und der abwartenden Haltung in Hinblick auf die Feuerruhe zwischen Israel und der Hamas gehe ich nicht davon aus, dass viele Marktteilnehmer auf dem derzeitigen Niveau in Gold short gehen“, stellte David Govett, Leiter Edelmetalle bei der Marex Spectron Group in London fest. Das Edelmetall bewege sich derzeit im Spannungsfeld einer sich verbessernden US-Wirtschaft und der Krise in der Ukraine. Der überraschend starke Einkaufsmanagerindex für den US- Dienstleistungssektor hatte am Vortag den Dollar angeschoben und Abgaben bei Gold ausgelöst.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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