Rohölpreise
Ölnachfrage geht zurück

Höhere Lagerbestände und eine fallende Nachfrage halten die Rohölpreise in Schach. Zeitweise kostete das amerikanische Leichtöl (WTI) so wenig wie zuletzt vor fünf Jahren. Doch der Absturz der Preise scheint – ungeachtet heftiger kurzfristiger Schwankungen – inzwischen gestoppt. Auch weitere Produktionskürzungen scheinen möglich.

DÜSSELDORF. Das amerikanische WTI-Öl rutschte am Donnerstag unter die Marke von 34 Dollar je Barrel (159 Liter), zog aber rasch wieder auf über 36 Dollar an. Noch etwas besser hielt sich das europäische Brentöl, das am Spotmarkt zuletzt bei rund 44 Dollar notierte.

Vor allem die schwache Konjunktur und die damit rückläufige Nachfrage belastet die Preise. Sowohl die Internationale Energieagentur (IEA) als auch die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) haben erneut ihre Prognosen gesenkt. Erstmals seit Anfang der 80er-Jahre werde die Ölnachfrage zwei Jahre in Folge fallen. Die Experten rechnen für 2009 mit einem Tagesbedarf von 85,3 Mio. Barrel. Bereits 2008 war der Verbrauch nach IEA-Berechnungen um 70 000 auf 85,8 Mio. Barrel gefallen. Grund für die revidierte Prognose sei die „ungebremste Verschlechterung der Wirtschaftsbedingungen“.

Auch die Opec hat ihre Nachfrageschätzung nach unten revidiert. Das Kartell sieht seinem Monatsbericht zufolge nun einen Bedarfsrückgang von 180 000 Barrel pro Tag, 30 000 Barrel mehr als zuvor prognostiziert. Das Produzentenkartell Opec versucht bereits seit Sommer 2008 den Rückgang der Preise zu stoppen und hat seine Produktion seither um 4,2 Mio. Barrel am Tag gekürzt. Die Ölpreise waren Anfang Juli 2008 wegen der eingetrübten Konjunkturaussichten von ihrem Rekordhoch bei 147 Dollar steil abgestürzt.

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