Rohstoff-Händler sehen noch keine Trendwende
„Keine wirkliche Bedrohung für die Ölversorgung“

Die Preise für Rohöl und Diesel sind zu Wochenbeginn unter die Höchststände aus der vergangenen Woche gefallen.

HB HAMBURG/NEW YORK. Am Montagvormittag lag der Preis für ein Barrel (159 Liter) US-Leichtöl im Computerhandel bei 87,61 Dollar. Das sind 2,52 Dollar weniger als am Freitag, als zeitweise ein Rekordpreis von 90,07 Dollar erreicht worden war.

Händler erklärten den Rückgang am Montag mit Gewinnmitnahmen. Eine grundsätzliche Wende zu fallenden Preisen sei aber nicht in Sicht. Sie verweisen weiter auf die Kriegsgefahr an der türkisch-irakischen Grenze.

Am Freitag hatte der hohe Ölpreis Diesel-Kraftstoff in Deutschland auf den Rekordpreis von 1,23 Euro getrieben. Ein Liter Superbenzin lag demnach bei 1,39 Euro. Am Montag lag der Liter Diesel laut Aral bei 1,21 Euro, Super kostete 1,36 Euro. Auch Heizöl war zu Beginn der Heizperiode mit rund 65 Cent pro Liter vergangene Woche sehr teuer.

Die angespannte Situation zwischen der Türkei und kurdischen Rebellen im Nordirak hatte den mittlerweile ausgelaufenen November-Future des US-Ölpreises vergangene Woche erstmals über 90 Dollar steigen lassen. Auch ein erhebliches Maß an Spekulationen trug laut Experten zu dem deutlichen Preisanstieg bei. Befürchtungen über eine Eskalation der Krise im Nordirak seien möglicherweise überspitzt, sagte Analyst David Johnson von der Investmentbank Macquarie. "Wir sprechen hier über eine einzige Pipeline, die etwa 600 000 Barrel pro Tag befördert. Ansonsten gibt es keine wirkliche Bedrohung für die Ölversorgung."

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