Rohstoff-Hausse
Superzyklus geht weiter

Turbulente Zeiten an den Rohstoffmärkten: Dem im Jahr 2002 einsetzenden Preisaufschwung folgte zuletzt eine scharfe Korrektur. Dennoch glauben namhafte Experten wie der Rohstoff-Guru Jim Rogers an ein Fortbestehen der Hausse bei Rohstoffen. Die Gründe für den Optimismus.

FRANKFURT. Die repräsentativen Rohstoffindizes fielen innerhalb von nur acht Wochen um mehr als 20 Prozent. Das war Wasser auf die Mühlen der Skeptiker, die die These vom Superzyklus bei Rohstoffen in den vergangenen Monaten und Jahren immer wieder angezweifelt hatten.

Experten aus der Rohstoffindustrie und aus der Finanzdienstleistungsbranche sind jedoch davon überzeugt, dass die durch strukturelle Defizite bei Angebot und Nachfrage hervorgerufene Hausse nicht nur auf solidem Fundament steht, sondern noch über viele Jahre andauern wird. Der weltweit wohl populärste Rohstoff-Guru Jim Rogers sieht keinen Anlass, an der These vom Rohstoff-Superzyklus zu zweifeln. Im Gespräch mit dem Handelsblatt ist auch Allison Nathan von Goldman Sachs in New York positiv zur weiteren Perspektiven der Rohstoffe gestimmt. Die derzeitige Korrektur sei „nicht das Ende des Bullenmarktes“, sagt sie. „Wir erleben eine nicht unerwartete Pause im Aufwärtstrend“, erklärt Omar Kodmani von der im Alternativ-Investment-Bereich tätigen Permal Group.

Akteure aus der Finanzszene begründen die gesunkenen Preise auch mit den zuletzt zunehmenden Einflüssen so genannter spekulativ orientierter Investoren wie Hedge-Fonds. Diese hätten Kapital aus Rohstoffen abgezogen, um damit unter anderem Löcher zu stopfen, die durch Wertverluste in traditionellen Anlageklassen entstanden seien. Über kurz oder lang sei jedoch mit einer Rückkehr dieser Anlegergruppe zu rechnen, sagt Hans-Jürgen Klisch von der US-Investmentbank Raymond James & Associates.

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