Rohstoff-Kurse
Öl und Gold sind gefragt

Der Dollar fällt, die Rohstoffpreise steigen. Die Preise für Öl, Gold und Kupfer ziehen am Freitag an und holen damit Verluste vom Vortag auf. Das Handelsvolumen hält sich indes an allen drei Märkten in Grenzen.
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HB FRANKFURT. "Investoren haben in einem solchen Markt wenig Interesse, sich zu positionieren", sagte Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg. Der Ölpreis wird indessen auch von einer Kältewelle gestützt, die den Nordosten der USA fest im Griff hält. Dies drückte nach Angaben der US-Energiebehörde auch die Erdgas-Reserven in den USA.

Ein Fass (159 Liter) US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich um ein Prozent auf 73,41 Dollar, ein Fass Nordseeöl der Sorte Brent um 0,5 Prozent auf 73,73 Dollar. Laut US-Energiebehörde sind in diesem Winter die US-Erdgas-Reserven zum zweiten Mal gefallen, und zwar wesentlich stärker als erwartet. Dies ließ die Erdgas-Future in New York am Vorabend deutlich in die Höhe schnellen.

Analysten vermuten, dass der Preis auch von der Uneinigkeit beim Klima-Gipfel in Kopenhagen profitiert. "Wenn es kein bindendes Abkommen gibt, dann könnte der Markt das als Signal dafür nehmen, dass die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen da bleibt, wo sie ist, das hilft den Preisen", erklärte ein Analyst.

Auch der Kupferpreis zog leicht auf 6 910 Dollar je Tonne an. Damit ignorierten die Anleger die seit einiger Zeit wieder steigenden Bestände an Kupfer, die bei der Londoner Metallbörse gemeldet sind. Einige Analysten rechnen damit, dass früher oder später die Preise wieder fallen werden. Sollte die Konjunktur weltweit aber anziehen, dürfte dies die Nachfrage nach den Industriemetallen ankurbeln und so die Preise stützen.

Der Goldpreis erholte sich indessen leicht von dem über dreiprozentigen Preiseinbruch vom Vortag. Die Feinunze kostete am Mittag mit 1 105 Dollar 0,7 Prozent mehr als am Vorabend. Bei 1 080 bis 1 100 Dollar habe sich eine Unterstützung gebildet, die gut gehalten habe, erklärten Händler. Nach den heftigen Preisanstieg in diesem Jahr steckten einige Anleger bei dünnem Geschäft noch ihre Gewinne ein, was die Stimmung dämpfe.

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