Rohstoff-News
Schlechte Prognosen für den Goldpreis

Der Goldpreis könnte bald unter die 1000-Dollar-Grenze fallen. Und das ist noch nicht alles. Experten rechnen damit, dass der Preis je Feinunze bis 2014 weiter fällt.
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SingapurDer Goldpreis wird sich nach Überzeugung von Goldman Sachs Group Inc. weiter verbilligen und kann dabei die Marke von 1000 Dollar unterschreiten. In einem Interview mit Bloomberg TV in Singapur am Freitag (Ortszeit) begründete der leitende Rohstoffanalyst Jeffrey Currie seine Erwartung mit der Drosselung der Anleihekäufe durch die US- Notenbank im Zuge sich weiter aufhellender Konjunkturdaten.

Zwar gebe es auch unterstützende Faktoren, wie die sich nähernde Verschuldungsgrenze in den USA und die Krise um die Chemiewaffenfrage in Syrien. Trotzdem werde der Goldpreis bis in das kommende Jahr hinein fallen, sagte Currie im Interview mit Bloomberg TV. Goldman setzt demnach ein Ziel für den Goldpreis im Jahre 2014 von 1050 Dollar, der aber auch zeitweise unterschritten werden könne. Der Goldpreis-Future bewegte sich zuletzt im Oktober 2009 unter 1000 Dollar je Unze.

Seit Beginn des Jahres ergibt sich für den Goldpreis ein Minus von 22 Prozent. Bei einigen Anlegern hat Gold seine Rolle als „sicherer Hafen“ verloren, was nicht zuletzt mit der wieder erstarkenden Konjunktur in den USA und den Aufschlägen beim US-Dollar und an den Aktienmärkten zusammenhängt. Die US-Notenbank Fed wird voraussichtlich in der kommenden Woche ihre Bondkäufe wieder drosseln.

Analyst Currie hatte bereits am 10. April eine Verkaufsempfehlung für Gold ausgegeben. Kurz darauf sackte der Goldpreis über zwei Handelstage um 13 Prozent ab. Zuletzt wurde der Goldpreis in London bei gut 1300 Dollar festgestellt.

Experten der Credit Suisse Group AG hatten bereits im Mai einen Goldpreis unterhalb von 1000 Dollar je Unze innerhalb der nächsten fünf Jahre für möglich erklärt. Laut dem leitenden Analysten Ric Deverell wird sich der Goldpreis mit den weiter gedämpften Inflationsaussichten verbilligen. Der Schlüssel zum Goldpreis liege in den sich erholenden Konjunkturdaten in den USA, sagte er.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • Die Banken veraschen uns doch, wer darauf reinfällt ist selber Schuld

    Sie positionieren sich und streuen passende Meldungen, die von der Presse brav kopiert werden.

    Anschließend wird dann noch an den Terminmärkten manipuliert und abgeräumt.

    Einfach eine eigene Meinung haben und nicht irgendeinem Dummschwätz hinterherlaufen.

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