Rohstoff
Ölpreis hält weiter Kurs auf 100-Dollar-Marke

Der Ölpreis hat die Marke von 100 Dollar zum Wochenschluss nicht mehr geschafft. Der Preis für US-Öl der Sorte WTI verbilligte sich um 0,6 Prozent auf 96,70 Dollar, ein Barrel Brent-Öl kostete 94,31 Dollar und damit 19 Cents weniger als ein Tag zuvor.

HB FRANKFURT. Nach Ansicht von Händlern hat der Markt aber die Marke von 100 Dollar noch nicht aufgegeben. „Das dürfte kommende Woche auf der Tagesordnung stehen“, sagte ein Händler. Am Mittwoch war der Preis für US-Öl bis auf 99,26 Dollar geklettert, dann aber wieder zurückgefallen.

Für neuen Druck sorgte am Freitag vor allem eine Studie der Beratungsgesellschaft Oil Movements. Dieser zufolge dürften die Exporte aus den Ländern der Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec), Angola ausgenommen, in den vier Wochen bis zum 8. Dezember um 720.000 Barrel pro Tag steigen. Am 5. Dezember treffen sich die Opec-Mitglieder, um über die Fördermengen zu diskutieren.

Gold, Kupfer, Blei oder Zink waren zum Wochenschluss gefragt. Nachdem die Preise einiger Rohstoffe in den vergangenen Tagen zum Teil deutlich gesunken waren, kamen Schnäppchenjäger an den Markt. Der Preis für eine Feinunze Gold kletterte so bis auf 810,60 Dollar nach 802,70 Dollar am Vortag.

„Der Markt bahnt sich so langsam wieder den Weg nach oben“, sagte Analyst Ross Norman von TheBullionDesk.com. „Es scheint, als würde die Marke von 850 Dollar in Angriff genommen.“ Soviel musste zuletzt im Januar 1980 für das Edelmetall gezahlt werden, Anfang diesen Novembers wechselte Gold aber zeitweise bereits für bis zu 845,50 Dollar den Besitzer.

Kupfer verteuerte sich um 1,7 Prozent auf 6.675 Dollar. Die weiteren Aussichten für das Industriemetall, das vor allem in der Baubranche verwendet wird, sind zunächst aber eher schlecht, wie Analysten prognostizierten: „Die US-Wirtschaft könnte sich etwas stärker abschwächen als viele denken, und das wird die Nachfrage nach den Rohstoffen verringern“, sagte Ashok Shah von der Fondsgesellschaft London & Capital. Kurzfristig werden die Preise seiner Ansicht nach unter Druck stehen, langfristig sollte aber die Nachfrage aus Schwellenländern dafür sorgen, dass sich die Metallpreise stabilisieren.

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