Rohstoff-Reichtum
Investoren meiden Billionen-Schatz

Südafrika verfügt über die reichsten Rohstoffvorkommen der Welt: Platin, Gold, Eisenerz und Kohle kommen auf einen geschätzten Wert von 3,3 Billionen Dollar. Doch die Investoren sind damit nicht zufrieden zu stellen.
  • 0

JohannesburgLangwierige Arbeitsniederlegungen, veraltete Bergwerke und rechtliche Unsicherheiten haben den Börsenwert der südafrikanischen Bergbauunternehmen im Vergleich zu den globalen Wettbewerbern auf ein Vierjahrestief abbröckeln lassen.

„Südafrika ist auf nationaler Ebene ohne Frage einer der schwierigsten Betriebsstandorte in der Welt”, sagt Charl Malan, Portfoliomanager von Van Eck Global. „Eine nicht-südafrikanische Firma wird mit einem Multiplikator-Aufschlag gegenüber einer südafrikanischen Firma gehandelt.”

Der Wandel der Anlegerstimmung ist ein wichtiges Thema auf der Joburg-Indaba-Konferenz, die in der vergangenen Woche in Johannesburg begonnen hat. Ein fünf Monate währender Streik bei den Platin-Produzenten, schwindende Goldreserven, anhaltende Stromausfälle und politische Ungewissheit haben die Bergbaukonzerne zum Handeln veranlasst.

Anglo American, der weltweit größte Platinkonzern, verkauft nun Minen, die im vergangenen Jahr ein Drittel seiner Förderung geliefert haben. BHP Billiton, der weltgrößte Bergbaukonzern, plant die Ausgliederung einiger Betriebsgesellschaften in ein neues Unternehmen, das über die meisten seiner Vermögenswerte in Südafrika verfügen wird.

Gold Fields war der viertgrößte Gold-Produzent, bis im vergangenen Jahr die meisten der südafrikanischen Minen abgespalten wurden. Und der Plan des drittgrößten Goldkonzerns AngloGold Ashanti, seine inländischen und ausländischen Aktiva zu trennen, scheiterte nur daran, dass die Anleger eine damit einhergehende Aktienplatzierung in Höhe von 2,1 Milliarden Dollar blockiert hatten.

Kommentare zu " Rohstoff-Reichtum: Investoren meiden Billionen-Schatz"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%