Rohstoff-Strategie
Gold stabilisiert das Depot

Der Goldpreis hat sich um die Marke von 900 Dollar eingependelt. So lange die Weltwirtschaft nicht anzieht, bleiben die Prognosen für den Preis aber optimistisch. Experten raten daher dazu, Gold als Beimischung ins Depot zu nehmen. Unter Renditegesichtspunkten ist allerdings nicht jede Goldanlage ratsam.

STUTTGART. Gold sollte in keinem Anlegerdepot fehlen. Darüber waren sich die Experten der Handelsblatt-Diskussionrunde auf der Stuttgarter Anlegermesse Invest einig. "Gold dient der Stabilisierung des Depots", erklärte Karl-Heinz Geiger von der Stuttgarter SVA Vermögensverwaltung. Sein Haus empfiehlt aktuell eine Beimischung von Goldanlagen im Depot von rund fünf Prozent. "Es ist eine Frage der Alternativen", sagt Christoph Eibl von der Tiberius Asset Management AG. Auch er rät zur Beimischung von "Real Assets", also Sachwerten im Portfolio.

Der Trend, Gold zu Anlagezwecken ins Depot zu nehmen, ist ungebrochen. "Gold hat immer noch den Status als sicherer Hafen", sagte Thorsten Proettel, Edelmetallexperte der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Von diesem Status hat der Goldpreis in den zurückliegenden Wochen profitiert, auch wenn das Edelmetall mit seinem Anlauf auf die Marke von 1 000 Dollar je Feinunze (rund 31,1 Gramm) zunächst gescheitert ist. Aktuell hat sich der Preis knapp unter 900 Dollar eingependelt. Gehalten wird Gold nach Einschätzung der Experten vor allem unter zwei Gesichtspunkten: zur Vermögensanlage und eben zur Absicherung.

Als weniger geeignet sieht SVA-Experte Geiger die Anlage über Goldaktien an: "Goldaktien werden auch durch andere Kriterien beeinflusst", sagt er. Diese Anlageform diene daher nicht der Stabilisierung des Depots, sondern beinhalte Spekulation.

Ob die Investoren Gold eher zur Vermögensanlage halten oder zur Absicherung, entscheidet letztlich darüber, wie schnell sich die Investoren von ihren Engagements wieder verabschieden. Wurde Gold zur Absicherung gekauft, spielen kurzfristige Preisausschläge eher eine untergeordnete Rolle. Die Anleger sind an langfristigen Investments interessiert. Langfristig kann natürlich auch eine Vermögensanlage ausgerichtet sein. Doch zeigte sich zuletzt, dass die Entwicklung der Aktienmärkte sich inzwischen stärker auf den Goldmarkt auswirkt. Laut Proettel spiegelt sich darin die Unsicherheit der Anleger wider.

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