Rohstoffanlagen
Profis gehen direkten Weg

Mit mehreren tausend Zertifikaten und strukturierten Produkten auf Rohstoffe buhlen Emittenten um die privaten Anleger. Doch die echten Profis meiden diese Produkte und nutzen lieber ihren direkten Zugang zu den Märkten. So setzen institutionelle Investoren bei Investments an den Rohstoffmärkten immer stärker auf Futures und Optionen – oder aber auf Rohstoff-Swaps.

FRANKFURT. „Wir setzen unsere Strategien in Rohstoffen mit direkten Investments in Derivate an den liquiden Terminbörsen um und verzichten völlig auf Zertifikate und strukturierte Produkte“, sagen Ulf Becker und Gerd Henning Beck vom unabhängigen Frankfurter Asset Manager Lupus Alpha.

Zertifikate und strukturierte Produkte würden mehr oder weniger die Entwicklung der Rohstoff-Futureskontrakte abbilden, heißt es bei Investmentprofis. Daher sei es für sie wesentlich sinnvoller, direkt in diese Kontrakte zu investieren. Auf diese Weise seien sie zum einen näher an dem sich immer rascher entwickelnden Markt, zum anderen sparten sie damit auch Kosten. Die bei privaten Investoren beliebten Zertifikate und strukturierten Produkte könnten diese Vorteile nicht bieten. „Je stärker ein Finanzprodukt strukturiert ist, umso teurer ist es“, sagt Sandra Ebner, Portfolio-Managerin der Deka Investment GmbH.

Die Fondsmanagerin setzt ihre Anlagepolitik in den Deka Commodity Fonds vor allem durch den Einsatz geeignet erscheinender Derivate (Swaps, Optionen, Forwards und Futures) auf Rohstoffindizes oder Rohstoff-Subindizes um. Dies geschieht dadurch, dass für ein Investment in Höhe von zum Beispiel 100 Mill. Euro mit den an den Rohstoffmärkten aktiven großen Finanzhäusern Swaps auf die entsprechenden Indizes (Edelmetalle, Metalle, Energie und Agrar) abgeschlossen werden. Als Vorteil dieser Methode bezeichnet Ebner, dass der Fonds hierdurch nur wenig Kapital bindet.

Der Nominalbetrag des Swap-Kontraktes in Höhe von beispielsweise 100 Mill. Euro verbleibe im Fonds, wodurch sogar noch zusätzliche Zinserträge erzielt werden können. Auf diese Weise schalte man für den Nominalwert auch das Währungsrisiko aus. Der Grund: Rohstoffe werden weltweit überwiegend in US-Dollar gehandelt werden. Der jeweilige Swap hat zu Beginn der Laufzeit einen Wert von Null und verändert sich dann analog zu der Entwicklung der Indizes – abzüglich der Kosten für den Swap-Kontrakt – entweder in positives oder negatives Territorium.

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