Rohstoffe
Ölpreis fällt auf Drei-Monats-Tief

Angebot und Nachfrage gleichen sich wieder aus

Dies könnte zwar kurzfristig weiter fallende Preise bedeuten. Es ist aber auch ein Zeichen dafür, dass die Preise zuvor durch diese Wetten nach oben getrieben wurden. Nach einer Korrektur kann sich nun ein Preis bilden, der stärker die Fundamentaldaten wiedergibt.

Die US-Ölproduktion ist seit ihrem Höhepunkt im Juni 2015 bei 9,6 Millionen Barrel nur ein Jahr später auf zuletzt 8,5 Millionen Barrel gesunken – ein Rückgang um mehr als eine Million Barrel. Zwar sind die Ölbohrungen wieder leicht angestiegen. Doch „der zuletzt zu beobachtende Anstieg der Bohraktivität reicht bei weitem noch nicht aus, um zu einer Trendwende bei der Ölproduktion zu führen“, schlussfolgern die Rohstoffanalysten der Commerzbank. Experten gehen ohnehin davon aus, dass sich bedeutsame neue Bohrungen erst ab einem Preis von 50 Dollar wirklich lohnen.

Hinzu kommt, dass die Nachfrage weiter steigen wird, sodass auf mittlere Sicht auch die Produktion – etwa aus den Ölfeldern in Kanada – wieder steigen wird. Die Internationale Energieagentur schätzt, dass sich schon zum Jahresende Angebot und Nachfrage am Ölmarkt wieder ausgleichen könnten. Dann soll der Bedarf bei knapp 97 Millionen Barrel am Tag liegen.

Die Analysten geben sich indessen vorsichtig. Das zeigt unter anderem auch die Bandbreite ihrer Prognosen. Analysten von Morgan Stanley etwa warnen zwar vor einer vermeintlich zurückkehrenden Überversorgung des Marktes. Doch der Ölpreis könne dabei zwischen 30 und 50 Dollar liegen, schrieb der führende Rohstoff-Stratege Adam Longson in einem Bericht – nicht gerade ein enger Korridor. Bis Jahresende rechnen die Bankenanalysten im Mittel übrigens damit, dass der Ölpreis bei 50 Dollar liegen wird.

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