Rohstoffe
Anleger setzen auf Gold

Der Preisauftrieb am Ölmarkt hat am Donnerstag nach zwei Tagen mit kräftigen Kursanstiegen etwas an Schwung verloren. Doch die Wetteraussichten in den USA dürften für weiter anhaltend hohe Kurse sorgen.

HB FRANKFURT. Für ein Barrel (159 Liter) Nordseeöl Brent mussten am Nachmittag 57,57 Dollar und damit 17 Cent mehr als am Vortag bezahlt werden. Ein Fass US-Leichtöl WTI wurde mit 58,20 Dollar und damit sechs Cent höher als am Mittwoch gehandelt. Wegen der einsetzenden Kältewelle in den USA hatte der Ölpreis seit Dienstag rund vier Dollar zugelegt. „Da der Markt genügend Stärke aufweist, kommen nun einige Fonds zurück“, sagte Analyst Gerard Burg von der National Australia Bank.

Für anhaltend hohe Kurse am Ölmarkt dürften Händlern zufolge die Wetteraussichten sorgen. So hat der Nationale Wetterdienst in den USA für die kommenden zwei Wochen Temperaturen vorausgesagt, die deutlich unter den für die Jahreszeit üblichen liegen. Zudem wird das Ölangebot verknappt: Ab diesem Donnerstag will die Opec die tägliche Ölfördermenge um weitere 500 000 Barrel kürzen. Damit reagierte das Ölkartell auf den bis Mitte Januar anhaltenden Preisverfalls in Folge des bis dahin milden Winters. Bereits im November hatte die Opec die Fördermenge um 1,2 Millionen Barrel pro Tag gedrosselt.

Begehrt waren bei den Anlegern nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) am Mittwochabend Edelmetalle. Der Goldpreis kletterte um ein Prozent und markierte mit 658,80 Dollar per Feinunze den höchsten Stand seit Juli 2006. Händler begründeten das starke Interesse an Gold mit der Warnung der Fed vor Inflationsrisiken. Gold wird von Anlegern gerne zur Absicherung gegen Inflation gekauft.

Unter Druck standen hingegen die Preise für Industriemetalle. Kupfer verbilligte sich um ein Prozent auf 5690 Dollar pro Tonne. Der Preis für eine Tonne Nickel gab ebenfalls um rund ein Prozent auf 36.600 Dollar nach. Händler begründeten den Preisrückgang bei Nickel mit der Einigung des Bergbaukonzerns Xstrata mit den Arbeitnehmervertretern seines kanadischen Nickelbetriebs in Sudbury. Dadurch sei ein drohender Streik und damit verbunden ein Produktionsausfall abwendet worden.

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