Rohstoffe
Anleger zwischen Hoffen und Bangen

Die Märkte finden keine klare Richtung. Investoren bewegen sich nach der Zypern-Rettung zwischen Hoffen und Bangen. Gold verbilligt sich. Gestern sorgte Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem für Ernüchterung.
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SingapurAm Rohstoffmarkt sind die Anleger am Dienstag hin- und hergerissen zwischen der Hoffnung auf eine Konjunkturerholung und der Sorge um ein Wiederaufflammen der Schuldenkrise in der Euro-Zone. Die Rettung Zyperns vor dem Staatsbankrott hatte am Vortag die Risikofreude der Anleger erhöht und damit die Preise an den Rohstoffmärkten angeschoben.

Doch an den Aktienmärkten sorgten noch am Abend Aussagen von Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem für Ernüchterung, die Beteiligung von Banken und ihren Kunden und Anlegern könne eine Vorlage für andere Euro-Länder sein. Daher hielten sich die Anleger an den Rohstoffmärkten meist bedeckt.

Die Preise der Industrie- und Edelmetalle fanden keine einheitliche Richtung. Während Kupfer sich um 0,4 Prozent auf 7650 Dollar je Tonne verteuerte, gaben die Notierungen für Zink und Zinn je etwa 0,4 Prozent nach. Aluminium und Blei notierten kaum verändert.

Gold verbilligte sich um 0,4 Prozent auf 1597,80 Dollar, Platin sogar um 0,7 Prozent auf 1567,24 Dollar.

Ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent kostete mit rund 108 Dollar 0,2 Prozent weniger als am Vorabend. US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich um 0,4 Prozent auf 95,27 Dollar. Damit schrumpft der Preis-Abstand zwischen den beiden Ölsorten weiter. Seth Kleinman, Rohstoffanalyst bei der Citigroup, erklärte dies mit der steigenden Förderung von Schieferöl in den USA. Dadurch sinke der Bedarf an importiertem Leichtöl, erklärte Kleinman.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Rohstoffe: Anleger zwischen Hoffen und Bangen"

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  • Dass solche Stellungnahmen einfach mal ausposaunt und danach wieder zurückgenommen werden (müssen), zeugt von mangelndem Verantwortungsbewusstsein. Und das nennt sich Eurogruppen-Chef? Der Mann scheint klar ein Quotenmann - die Äußerungen waren schlicht - sorry - dümmlich...

  • Sind schon etwas sehr Seltsames, die Märkte. Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, wie eine simple Revidierung, schlichten Worten durch weitere Worte widersprochen, einen derartigen Einfluss haben können. Wollen "die Anleger" sich veräppeln lassen?

  • "Dijsselbloem-Schock"?

    Der Herr hat Selbstverständliches ausgesprochen. Wenn das vor vier Jahren gesagt worden wäre und danach auch gehandelt worden wäre, hätte man sich die ganze Krise sparen können. Billiger wäre es vielleicht nicht geworden, aber die Fronten wären damit sofort abgesteckt worden.
    Hinterher ist man immer schlauer, aber bestimmt nicht geschockt.

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