Rohstoffe
Atomkonflikt treibt Öl- und Goldpreis

Die neuen Spannungen im Verhältnis zum Iran lassen die Ölpreise steigen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee- Sorte Brent verteuerte sich am Montag bis zum Abend um 1,04 auf 64,22 Dollar.

Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 60 Cent auf 62,88 Dollar. Das waren die bisher höchsten Preise seit Jahresbeginn. Seit Januar ist der Ölpreis um rund ein Viertel gestiegen.

Als weltweit viertgrößter Öllieferant hatte der Iran seine Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen eingeschränkt, nachdem der UN-Sicherheitsrat neue Sanktionen gegen das Land beschlossen hatte. Dies nährte an den Börsen Befürchtungen, dass die Erdölzufuhr aus dem Iran unterbrochen werden könnte. „Die Lage im Mittleren Osten ist viel unsicherer geworden“, sagte David Moore von der Commonwealth Bank of Australia. Das Risiko, dass sich die Situation weiter verschärfe, werde dem Ölpreis wohl weiterhin Auftrieb verleihen.

Der Atomkonflikt trieb auch den Goldpreis in die Höhe. Eine Feinunze kostete 659,50 Dollar. „Gold ist ein bisschen teurer, hauptsächlich wegen der Lage im Iran und ihrem Einfluss auf den Ölmarkt“, sagte Analyst James Moore von TheBullionDesk.com. Ein steigender Ölpreis verstärkt üblicherweise die Nachfrage nach Gold, weil sich Anleger dadurch gegen Inflationsrisiken abzusichern versuchen. Silber, in der Schmuckherstellung und in der Industrie zum Einsatz kommt, verteuerte sich auf 13,30 Dollar je Feinunze.

Von den Basismetallen war Kupfer gefragt. Das Industriemetall legte vor allem wegen einer starken Nachfrage aus China auf 6780 Dollar je Tonne zu. Nach den Kursgewinnen der letzten Woche sei eine Konsolidierung aber schon überfällig, schrieb Analyst William Adams von Basemetals.com in einer Studie. Er rechne mit weiter steigenden Preisen. Der Zinn-Preis kletterte angetrieben von

Befürchtungen, es könne in Indonesien zu Versorgungsengpässen kommen, auf ein Rekordhoch von 14 400 Dollar je Tonne. Zinn wird unter anderem zur Herstellung von Konservendosen verwendet, der weltweit zweitgrößte Hersteller ist Indonesien. Der Reuters-Rohstoffindex CRB startete 0,04 Prozent tiefer bei 310,82 Punkten in den Handel.

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