Rohstoffe
Aussicht auf dauerhaftes Überangebot drückt Ölpreis

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Das gilt auch fürs Öl. Doch eine Abnahme des weltweiten Überangebots ist nicht in Sicht. So rechnen Experten dauerhaft mit sinkenden Preisen.

FrankfurtSchwindende Hoffnungen auf einen deutlichen Rückgang des weltweiten Überangebots haben die Rohöl-Preise am Donnerstag erneut gedrückt. Die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um bis zu 2,7 Prozent auf ein Zweieinhalb-Monats-Tief von 44,59 Dollar. Das US-Öl WTI gab 2,9 Prozent nach und kostete mit 41,69 Dollar ebenfalls so wenig wie zuletzt Ende August.

Die Opec sagte in ihrem Monatsbericht zwar voraus, dass wegen des Preisverfalls die Fördermengen der nicht zum Kartell gehörenden Staaten wie den USA erstmals seit 2007 wieder zurückgehen werden. Gleichzeitig betonte sie, dass bei einer unveränderten Opec-Produktion von derzeit 31,38 Millionen Barrel pro Tag das Angebot die Nachfrage 2016 um 560.000 Barrel pro Tag übersteigen werde.

„Die Opec versucht der Sache einen positiven Dreh zu geben, indem sie sagt, dass der Preisrückgang zusätzliche Nachfrage auslösen wird“, sagte Analyst Jasper Lawler vom Brokerhaus CMC Markets. „Sie sagen aber auch, dass der Grund für den Preisrückgang das Überangebot ist. Das ist alles eine Bestätigung dessen, was wir über Nachfrage und Angebot wissen.“

Vor diesem Hintergrund warteten Anleger gespannt auf die Daten zu den US-Rohölreserven am Nachmittag (MEZ). Von Reuters befragte Analysten sagten einen Anstieg um rund eine Millionen Barrel voraus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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