Rohstoffe
Aussicht auf sinkende Nachfrage – Ölpreis fällt wieder

Nach Ansicht von Analysten deuten die zuletzt in den USA und der Euro-Zone veröffentlichten Konjunkturdaten auf eine weitere Abkühlung der Weltwirtschaft hin. Damit dürfte soch auch der Ölverbrauch verringern. Diese Aussicht belastet zum Wochenschluss den Ölpreis, der fast drei Prozent nachgibt.

HB FRANKFURT/NEW YORK. Das Fass (159 Liter) US-Öl der Sorte WTI verbilligte sich um 2,8 Prozent auf 64,10 Dollar, Nordsee-Öl der Sorte Brent wurde 3,2 Prozent niedriger bei 61,70 Dollar gehandelt. An der New Yorker Rohstoffbörse NYMEX verlor der Preis für ein Barrel der Rohölsorte Light, Sweet Crude des führenden Dezember-Kontrakts gestern bereits mehr als zwei Prozent. "Der Markt sucht nach einem Preis, der die Marktverhältnisse widerspiegelt. Eine ganze Reihe von Händlern sehen den Boden knapp über 60 US-Dollar", sagte Andy Lebow, Senior Vice President der Energiesparte bei MF Global Ltd.

Ölhändler zeigten sich weiterhin besorgt über die Auswirkungen der weltweiten Konjunkturabkühlung auf die Ölnachfrage, hieß es. Für viele Ökonomen sei die US-Wirtschaft bereits seit Ende des vergangenen Jahres in einer "milden Rezession", die sich in den kommenden Monaten aber nach der Zuspitzung der Finanzkrise verschärfen dürfte, sagten Beobachter. "Der Ölmarkt scheint eine tiefe und lang anhaltende Rezession mit einem Rückgang der Nachfrage in diesem und im nächsten Jahr einzupreisen", kommentierte Jan Stuart, Ölanalyst bei UBS Securities.

Preis für Opec-Öl gestiegen

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder ist derweil leicht gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) aus den Fördergebieten der Mitgliedsländer am Donnerstag 59,92 Dollar im Vergleich zu 58,13 Dollar zur Wochenmitte. Die Opec ermittelt den täglichen Durchschnittspreis (Korbpreis) auf der Basis von 13 wichtigen Sorten des Kartells.

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