Rohstoffe
Ausstieg der USA aus Klimavertrag belastet Ölpreise

Die Ölpreise hat sich am Freitagmorgen als Reaktion auf den angekündigten Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen verbilligt. Die beiden wichtigsten Sorten gaben leicht nach. Für Experten gibt es dafür klare Gründe.
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SingapurDer Ausstieg der USA aus dem Weltklimaabkommen hat am Freitag die Ölpreise belastet. Anleger fürchten ein Fortbestehen des weltweiten Überangebots und ein mögliches Aufweichen der Opec-Produktionsgrenzen. Die USA könnten nun ihre Bohraktivitäten ausweiten und es bestehe die Gefahr, dass die Länder, die den Opec-Deal unterzeichnet hätten, von ihren Zusagen abrückten, sagte Analyst Jeffrey Halley vom Brokerhaus Oanda.

Die richtungsweisende Öl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 1,3 Prozent auf 49,96 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl WTI gab 1,4 Prozent auf 47,66 Dollar nach. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass die USA das Abkommen verlassen und alle Zahlungen für den Kampf gegen den Klimawandel an andere Länder einstellen werden.

US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag den Ausstieg der weltgrößten Volkswirtschaft aus dem Pariser Abkommen bekanntgegeben und dies damit begründet, amerikanische Interessen an die erste Stelle zu setzen. Man wolle nun sofort mit Verhandlungen für ein besseres Abkommen beginnen, sagte Trump. Die Vertreter Deutschlands, Frankreichs und Italiens zeigten sich entschlossen, das historische Abkommen dennoch ohne Neuverhandlungen weiter umsetzen zu wollen.

Für Ölfirmen sei die Nachricht zwar tendenziell vorteilhaft, hieß es aus dem Handel. Allerdings spielen demnach am Ölmarkt multilaterale Abkommen eine geringere Rolle als Fundamentaldaten - wie beispielsweise Rohöllagerbestände - und Entscheidungen einzelner Regierungen. Dies erkläre, dass die Preise am Ölmarkt nur wenig reagierten.

Zumindest hatten die Ölpreise am Vorabend vorübergehende Gewinne nach Daten des US-Energieministeriums wieder abgegeben. Die Bestände von Rohöl in der vergangenen Woche gingen den Zahlen zufolge viel deutlicher zurück als erwartet.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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