Rohstoffe
Boom für moderne Schatzsucher

Investitionen in die Rohstoffexploration erreichen Rekordhöhen. Der Zwang, schwindende Reserven zu ersetzen, treibt nach Ansicht von Experten die Ausgaben für Exploration weiter voran. Der weltgrößte Kongress der Branche tagt jetzt in Toronto: Knapp 18 000 Teilnehmer aus über 100 Ländern werden erwartet.

TORONTO. Noch nie wurde so stark in die Suche nach Rohstoffen investiert wie heute. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Budgets der Explorationsunternehmen nach Schätzungen der Metals Economics Group (MEG) im kanadischen Halifax auf mehr als zehn Mrd. US-Dollar – und das nur für nicht-eisenhaltige Metalle und Uran. Der Zwang, schwindende Reserven zu ersetzen, wird nach Ansicht der Experten in diesem Jahr die Ausgaben für Exploration noch weiter treiben.

In Toronto gibt sich daher in dieser Woche alles, was in Bergbau und Exploration einen Namen hat, ein Stelldichein. 18 000 Teilnehmer aus über 100 Ländern werden zum viertägigen Kongress der „Prospectors & Developers Association of Canada“ erwartet. „Dies ist weltweit die größte Prospektions- und Explorationskonferenz der Welt“, sagt Rod Thomas, Vizepräsident der Manicouagan Minerals Inc. und Vorsitzender der Konferenz.

Während die Förderung der Bodenschätze in den Händen finanzstarker, internationaler Konzerne liegt, wird die Erkundung und Suche nach Rohstoffen (Prospektion und Exploration) zum großen Teil von kleinen Unternehmen betrieben. „Die Exploration mag noch immer das Image des einsamen Prospektors haben, der mit Schneeschuhen in der Wildnis nach Bodenschätzen sucht“, sagt Thomas, der seit über 30 Jahren in dem Geschäft aktiv ist. „Aber die Prospektion ist ein wichtiger Teil der Bergbauindustrie.“ Heute sind Prospektoren oft ausgebildete Geologen oder zumindest langjährig erfahrene „Schatzsucher“, die sich mit Gesteinsarten auskennen und Erze identifizieren und bewerten können.

Vor zehn Jahren wurden etwa 5,2 Mrd. Dollar in die Suche nach neuen Ressourcen gesteckt. Doch 2002 waren es nur noch 1,9 Mrd. Dollar. Die steigende Rohstoff-Nachfrage kehrte den Trend um. Allein 2007 wurden rund 40 Prozent mehr investiert als im Vorjahr. Mit geschätzten 11,4 Mrd. Dollar wurde die Spitze des Jahres 1997 um mehr als das Doppelte übertroffen. Allerdings sind auch die Explorationskosten – für Personal, Treibstoff und Material – stark gestiegen. Bemerkenswert ist laut Branchenbeobachtern, dass seit einigen Jahren die „Junior-Unternehmen“ mehr Geld für Exploration aufbringen als die großen und mittleren Firmen.

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