Rohstoffe
Brent knackt die 49-Dollar-Marke

Der Druck auf die Rohölpreise scheint abzuflauen – zumindest kurzfristig. Nach einer wochenlangen Verlustserie zieht Ölmarkt wieder an. Ausschlaggebend dafür bleiben die überraschend zurückgegangen US-Lagerbestände.
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Singapur Die Ölpreise haben am Montag weiter Boden gutgemacht. Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um rund ein Prozent auf 49,30 Dollar je Barrel (159 Liter) und kostet damit wieder so viel wie Anfang Juni. Mitte des Monats war der Preis zeitweise unter 45 Dollar gerutscht. Doch seither ist Brent im Aufwärtstrend. Allein in der vorigen Woche hat sich das Nordseeöl um mehr als fünf Prozent verteuert. US-Leichtöl WTI kostete mit 46,60 Dollar 1,2 Prozent mehr. Als ein Grund für den Preisanstieg gilt der Rückgang der US-Ölproduktion im April. Zudem war die Zahl der Ölbohrungen vorige Woche gesunken.

„Die Stimmung hat sich gedreht, und ich denke, die Preise werden für einige Zeit noch anziehen“, sagte ein Händler. Ob das allerdings nachhaltig sei, bleibe abzuwarten. Seit Jahresbeginn hat Brent 14 Prozent nachgegeben. Denn trotz der Beschlüsse der Opec für die Förderbremse und der zuletzt rückläufigen US-Förderung bleibt das Überangebot am Markt bestehen. „Bei der gegenwärtigen Produktionsmenge wird es der OPEC nicht mehr gelingen, den Lagerüberhang bis zum Jahresende vollständig abzubauen“, schrieben die Analysten der Commerzbank. Vom Rückgang der Ölbohrungen in der vergangenen Woche in den USA auf eine Trendwende zu schließen, sei zu früh.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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