Rohstoffe
Brent-Rohöl setzt Talfahrt fort

Der Preisverfall beim Rohöl der Sorte Brent hat sich am Freitag an der ICE Futures in London fortgesetzt. „Das Momentum zeigt eindeutig nach unten“, sagte ein Ölanalyst von Alaron Trading Corp.

HB LONDON. Es seien keine Impulse für einen Aufwärtstrend erkennbar, fügte er hinzu. Spekulanten hätten sich am Freitag vom Markt verabschiedet, da die Lieferrisiken geringer geworden seien, hieß es weiter. So sanken die Ölpreise erstmals seit März wieder unter die 63- Dollar-Marke pro Barrel.

Für Entspannung auf dem Ölmarkt sorgte insbesondere die Gesprächsbereitschaft des Iran im Atomstreit sowie eine relativ ruhige Sturmsaison in den USA. Außerdem senkten gleich mehrere Institutionen wie auch die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ihre Prognosen für die Ölnachfrage 2006 und 2007.

Um 17.10 MESZ Uhr notierte der Brent-Frontmonat November an der ICE Futures im Vergleich zum Vortagessettlement um 1,15 USD schwächer bei 62,39 USD/Barrel. Gasöl zur Lieferung im Oktober fiel zur gleichen Zeit um 7,75 USD auf 544,00 USD/t.

Der US-Ölpreis war im frühen asiatischen Handel leicht gefallen. Ein Barrel der US-Sorte WTI wurde im asiatischen Handel mit 63,20 Dollar gehandelt. Das waren zwei Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag.

Die hohen Lagerbestände an Heizöl und Erdgas in den USA drückten auf den Ölpreis, sagten Händler. So veröffentlichte das US-Energieministerium am Donnerstagabend eine Statistik, nach denen die Bestände an Erdgas um zwölf Prozent über dem normalen Niveau für diese Jahreszeit liegen. Zudem habe auch das Ende des Streiks nigerianischer Ölarbeiter den Ölpreis nach unten gedrückt.

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