Rohstoffe
Bürgerkrieg in Syrien stützt Ölpreise

Seit Juni sind die iranischen Ölexporte wegen des EU-Embargos so niedrig wie lange nicht mehr. Das macht sich an den Terminmärkten bemerkbar. Selbst in der Nordsee werden die Fördermengen im September einknicken.
  • 0

FrankfurtDer Bürgerkrieg in Syrien stützt nach Einschätzung von Händlern an den Terminmärkten den Ölpreis. Ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich am Vormittag um 0,3 Prozent auf rund 114 Dollar. US-Leichtöl der Sorte WTI kostete mit 96,32 Dollar 0,4 Prozent mehr als am Vorabend.

US-Präsident Barack Obama hatte am Vortag Syriens Präsident Baschar al-Assad mit einem Militäreinsatz gedroht, sollte er chemische oder biologische Waffen im Kampf gegen die Rebellen einsetzen. Daneben sorgt auch der andauernde Streit des Westens mit dem Iran um dessen Atomprogramm für Spekulationen auf Versorgungsengpässe. Wegen des EU-Embargos sind die iranischen Ölexporte im Juni und Juli auf etwa 1,1 Millionen Barrel pro Tag von über zwei Millionen Barrel täglich zu Jahresbeginn gefallen, wie in der Branche verlautete.

Laut Händlern wird der Ölpreis derzeit auch von Problemen bei der Förderung in der Nordsee unterstützt. Dort wird im September für mehrere Wochen das größte britische Ölfeld wegen Wartungsarbeiten geschlossen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Rohstoffe: Bürgerkrieg in Syrien stützt Ölpreise"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%