Rohstoffe
China-Daten treiben Kupferpreis hoch

Im kommenden Jahr soll die chinesische Wirtschaft um zehn Prozent wachsen, die Infrastruktur ausgebaut werden. Das treibt den Kupferpreis bereits jetzt in die Höhe. Am Öl- und am Goldmarkt gibt es dagegen kaum Bewegung.
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FrankfurtPositive Konjunkturdaten aus China haben dem Kupferpreis am Donnerstag einen kräftigen Schub gegeben. Eine Tonne verteuerte sich um bis zu 1,7 Prozent auf 7945 Dollar. „Die Leute hoffen, dass die chinesische Wirtschaft sich im nächsten Jahr erholen wird“, fasste ein Händler zusammen. Die Gewinne chinesischer Industriekonzerne waren im November nach Angaben der staatlichen Statistikbehörde um 22,8 Prozent gestiegen. Händler warnten allerdings, dass die Preisbewegung auch übertrieben sein könnte. „Das Handelsvolumen ist zwischen den Jahren sehr gering“, erklärte ein Marktteilnehmer.

China gilt als Hauptfaktor für die Preisentwicklung beim Kupfer, denn das Land benötigt rund 40 Prozent der weltweiten Kupferförderung. Viele Analysten setzen für 2013 daher auf steigende Kupferpreise, da das Riesenreich weiter seine Infrastruktur aufbauen dürfte. Für das kommende Jahr hat sich China der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge zudem ein Wachstumsziel von zehn Prozent für die Industrieproduktion gesetzt. 2012 hat sich Kupfer um etwas mehr als vier Prozent verteuert.

Am Ölmarkt hielten sich die Anleger am Donnerstag dagegen bedeckt. Die Preise für Nordseeöl der Sorte Brent und US-Leichtöl WTI notierten kaum verändert. Brent kostete 110,85 Dollar je Fass (159 Liter) und damit 0,2 Prozent weniger, WTI lag bei 91,10 Dollar und damit 0,1 Prozent höher. Mit der Erholung der Konjunktur in Europa dürfte Öl 2013 ebenfalls wieder teurer werden, nachdem der Preis im nun zu Ende gehenden Jahr rund drei Prozent zugelegt hatte.

Auch Gold notierte kaum verändert. Die Feinunze kostete mit 1656,01 Dollar 0,2 Prozent weniger. Händler sagten, die Anleger wollten vor allem die Entwicklung im US-Haushaltsstreit abwarten. 2012 hat der Goldpreis um gut sechs Prozent zugelegt, und auch im nächsten Jahr dürfte Gold nach Einschätzung von Analysten erneut etwas stärker glänzen.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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