Rohstoffe
China-Sorgen plagen Öl- und Kupferanleger

Gegen Ende der Woche sind die Ölpreise weiter auf Talfahrt. Wichtigster Preistreiber für die globale Nachfrage ist weiterhin China. Doch auch die Fördermengen in den USA gestalten die Preise mehr als sonst.
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Frankfurt/SingapurDie Furcht vor einer deutlichen Abschwächung der chinesischen Wirtschaft hat dem Ölpreis zu schaffen gemacht. Brent verbilligte sich am Donnerstag um 0,5 Prozent auf 106,71 Dollar je Fass. WTI kostete mit 104,66 Dollar 0,7 Prozent weniger. „China war und ist der wichtigste Treiber für die globale Ölnachfrage, deren Dynamik in diesem Jahr deutlich hinter der Expansion des Angebots zurückbleibt“, schreiben die Analysten der Commerzbank in einem Kommentar. „Eine schwächere Nachfrage Chinas würde somit das Überangebot weiter steigen lassen.“

Zuletzt hatten die enttäuschenden Daten zur chinesischen Industrie die Sorgen um Chinas Konjunktur neu entfacht. Die Geschäfte liefen im Juli so schlecht wie seit knapp einem Jahr nicht mehr. Auch der Kupferpreis geriet angesichts der Angst vor einer schwächelnden Nachfrage der Volksrepublik ins Rutschen. Das Industriemetall verbilligte sich um 1,5 Prozent auf 6961 Dollar je Tonne. Händler sprachen nach der jüngsten Preisrally von Gewinnmitnahmen. An den vergangenen fünf Handelstagen hatte der Kupferpreis mehr als zwei Prozent zugelegt.

Händler begründeten den Preisrückgang mit der gestiegenen Förderung von Rohöl in den USA, die auf den höchsten Stand seit Dezember 1990 geklettert war. Die Förderung sei in der vergangenen Woche auf 7,56 Millionen Barrel pro Tag gestiegen, teilte das Energieministerium am Mittwoch mit. Bereits gestern waren die Ölpreise daraufhin deutlich unter Druck geraten. Die in der vergangenen Woche gefallenen US-Lagerbestände an Rohöl konnten in diesem Umfeld den Markt dagegen nicht stützen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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