Rohstoffe
Dollar-Erholung belastet Goldpreis

Die Erholung des Dollar im Vergleich zu vielen Währungen hat die Rohstoffpreise unter Druck gesetzt. Durch die Aufwertung der US-Währung verliert das Investment in Rohöl, Gold und Metalle für Investoren außerhalb der USA an Attraktivität. Der Goldpreis fällt unter 1000 Dollar, Kupfer auf ein Zwei-Wochen-Tief.

HB FRANKFURT. Der Goldpreis rutschte unter die Marke von 1000 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) und kostete am Mittag 995,60 Dollar beziehungsweise 684,36 Euro. Dem Societe-Generale-Analysten David Wilson zufolge ist vorerst nicht mit einem Wiederanstieg des Preises zu rechnen.

"Die Nachfrage der indischen Schmuckindustrie hat weiter nachgelassen und auch bei den ETFs ist keine Dynamik zu verzeichnen." Der Preis werde sich voraussichtlich oberhalb von 960 Dollar einpendeln. Indien ist der weltgrößte Gold-Verbraucher. Die vom größten börsennotierte Gold-Fonds (ETF), SPDR Gold, gehaltenen Bestände des Edelmetalls waren am Freitag unverändert geblieben.

Der Dollar hatte im Vergleich zu einem Korb von Währungen ein gutes halbes Prozent zugelegt. Dies drückte auch den Kupferpreis. Er fiel auf den tiefsten Stand seit rund zwei Wochen. Das unter anderem für Stromkabel und Wasserrohre verwendete Metall verbilligte sich um bis zu 1,7 Prozent auf 6074 Dollar je Tonne. Darüber hinaus habe die Nachfrage aus China nachgelassen, betonte Analyst Charles Kernot von Evolution Securities. Das im Automobil- und Flugzeugbau verwendete Aluminium war mit 1805 Dollar je Tonne zeitweise so billig wie seit Ende Juli nicht mehr.

Für Druck auf den Rohölpreis sorgte Börsianern zufolge zudem die Verunsicherung der Investoren wegen der angekündigten härteren Gangart der CME. Die Chicagoer Terminbörse, zu der auch Nymex, CBoT und Comex gehören, will die Überschreitung von Positionslimits einzelner Marktteilnehmer schärfer ahnden. Überschreitet das Volumen einer Position eine bestimmte Grenze, drohen Strafzahlungen oder eine Verurteilung wegen Preismanipulation. Händler werteten die CME-Ankündigung als Hinweis darauf, dass die Börse zukünftig weniger Sondergenehmigungen für eine Überschreitung des Limits vergeben werde.

Die beiden führenden Öl-Sorten Brent und WTI verbilligten sich um jeweils ein knappes Prozent auf 67,41 beziehungsweise 68,67 Dollar je Barrel (159 Liter).

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