Rohstoffe: Einigung im Gas-Streit drückt Ölpreis

Rohstoffe
Einigung im Gas-Streit drückt Ölpreis

Die Einigung im Gas-Streit zwischen Russland und der Ukraine und die leichte Entspannung im Gaza-Streifen haben am Ölmarkt einen erneuten Preisrutsch ausgelöst. Analysten rechnen aber damit, dass der Ölpreis schon am Mittwoch wieder steigen wird.

HB FRANKFURT. Die Wiederaufnahme der Gaslieferungen aus Russland nach Europa hat am Dienstag den Ölpreis stark gedrückt. „Der Preisrückgang hängt teils mit der Beilegung des russisch-ukrainischen Streits und teils mit dem düsteren Wirtschaftsausblick zusammen“, erklärte ein Händler die Bewegung. Analysten verwiesen darauf, dass der Verfall des Februar-Kontrakts für US-Leichtöl an den Terminmärkten für Verzerrungen sorge. Der an Stärke gewinnende Dollar belaste unterdessen die Preise für die Industriemetalle.

Der am Mittwoch fällig werdende Terminkontrakt auf ein Fass (159 Liter) US-Leichtöl der Sorte WTI stürzte zeitweise um mehr als zehn Prozent auf 32,70 Dollar ab. Allerdings werden diese Kontrakte kaum mehr gehandelt, während der Umsatz bei den ab Mittwoch relevanten März-Kontrakten schon deutlich höher liegt. Auch diese gaben deutlich nach. Das Fass (159 Liter) WTI zur Lieferung im März verlor bis zu acht Prozent auf 39,11 Dollar. Das Fass Nordseeöl der Sorte Brent zur Lieferung im März verbilligte sich um bis zu 3,5 Prozent auf 42,96 Dollar.

Die Commerzbank rechnet damit, dass der Ölpreis angesichts der unterschiedlichen Kursniveaus für die beiden Kontrakte schon am Mittwoch wieder steigen wird. „Allerdings handelt es sich um ein rein technisches Vorgehen“, schreiben die Analysten der Bank. Rohstoff-Anleger könnten davon nicht profitieren. Händler rechneten mittelfristig weiter eher mit einem fallenden Ölpreis. Die Risiken für Engpässe der Versorgung verringerten sich mit der Waffenruhe in Gaza und der Wiederaufnahme der Gas-Lieferungen aus Russland, erklärte ein Händler. Der Streit war am Montag mit einem neuen Abkommen beigelegt worden. In Gaza war am Wochenende ein Waffenstillstand in Kraft getreten.

An den Metallbörsen brachen die Preise für Kupfer und Aluminium um rund fünf Prozent ein. Händler verwiesen auf den starken Dollar. Viele Anleger hatten sich über Rohstoffe gegen die Dollar-Schwäche abgesichert. Nun würden solche Geschäfte aufgelöst. Darüber hinaus fürchteten viele Anleger ein Überangebot an Rohstoffen. Die Tonne Kupfer verbilligte sich bis zum Mittag um fünf Prozent auf 3275 Dollar. Aluminium wurde je Tonne mit 1386 Dollar drei Prozent niedriger gehandelt.

Der Goldpreis notierte mit 840,30 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) 0,7 Prozent höher. Silber verteuerte sich um 0,9 Prozent auf 11,23 Dollar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%