Rohstoffe
Entspannung am Ölmarkt – Irak-Exporte bleiben hoch

Öl ist weiterhin gefragt und lässt die irakischen Exporte steigen – trotz Unruhen im Nahen Osten. Die Preise sind gefallen. So könnte es auch bleiben, solange die islamistischen Isis-Truppen keine Raffinerien angreifen.
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Singapur/FrankfurtDie anhaltend hohen irakischen Öl-Exporte sorgen für Erleichterung am Rohstoff-Markt. Die richtungsweisende Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 0,4 Prozent auf 113,60 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI notierte 0,6 Prozent tiefer bei 105,56 Dollar.

In den ersten drei Juni-Wochen führte der Irak über seine Umschlagplätze im Süden des Landes im Schnitt täglich 2,53 Millionen Barrel Rohöl aus. Dieser Wert liegt nur 50.000 Barrel unter dem Elf-Jahres-Hoch vom Mai.

Im Irak sind islamistische Kämpfer auf dem Vormarsch. Die sunnitische Miliz Isis hat Gebiete in der Mitte und im Nordwesten des Landes erobert. Die wichtigen Ölförder- und Verladeanlagen liegen im schiitisch kontrollierten Süden sowie im kurdischen Norden und wurden von den Kämpfen bislang weitgehend verschont. So lange die islamistischen Isis-Truppen keine Raffinerien oder Häfen direkt angriffen, seien kräftige Ölpreis-Steigerungen nicht zu erwarten, sagte Jonathan Barratt, Chef des Informationsdienstes Barratt Bulletin

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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