Rohstoffe
Euro-Skepsis treibt Anleger in Gold

Gold kostet am Mittwoch so viel wie seit fünf Wochen nicht mehr. Die Skepsis vor dem Euro-Krisengipfel wird auch beim Öl deutlich.
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SingapurZweifel an schnellen Maßnahmen zur Bekämpfung der Euro-Schuldenkrise haben die Anleger am Mittwoch in den sicheren Hafen Gold getrieben. Der Preis für das Edelmetall kostete mit 1719,80 Dollar je Feinunze zeitweise so viel wie seit fast fünf Wochen nicht mehr. Das entspricht einem Aufschlag von knapp einem Prozent zum Dienstagsschluss.

Vor dem EU-Gipfel am Abend mehrten sich die Sorgen, dass die Staats- und Regierungschefs erneut keine umfassende Antwort auf das Schuldendilemma in der Euro-Zone liefern werden. Zu den größten Baustellen - Griechenland-Hilfen, Hebelwirkung beim Euro-Rettungsfonds EFSF und Kapitalstärkung der Banken - sind kaum konkrete Zahlen zu erwarten . „Es bleibt ein großes Rätselraten, was bei dem Gipfel herauskommen wird - aber klar ist, dass die Unsicherheit sehr groß ist,“ sagte ein Händler.

Auch am Ölmarkt machte sich die Skepsis bemerkbar: Das US-Öl WTI verteuerte sich um moderate 0,3 Prozent auf 93,43 Dollar je Barrel, nachdem der Preis am Vortag mit 94,65 Dollar noch auf den höchsten Stand seit Anfang August gestiegen war. Brent notierte nahezu unverändert bei 110,93 Dollar je Fass. „Die Hoffnung auf ein umfassendes Lösungspaket war groß, aber vielleicht waren die Erwartungen einfach zu hoch gegriffen“, sagte Tony Nunan, Analyst bei Mitsubishi Corp.

Losgelöst von den Sorgen um die Finanzstabilität Europas bewegte sich der Kupferpreis, der am Mittwoch um bis zu 3,4 Prozent auf 7785 Dollar je Tonne zulegte. Händler führten das vor allem auf eine starke Nachfrage aus China zurück, wo die Unternehmen wegen der zuletzt gesunkenen Preise wieder stärker auf neu produziertes statt auf recyceltes Kupfer zurückgreifen. Seit Anfang August haben Rezessionssorgen und die Furcht vor einer Eskalation der Schuldenkrise den Preis für das Industriemetall um mehr als 20 Prozent einbrechen lassen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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