Rohstoffe
Für Erz und Stahl geht es abwärts

Eisenerz ist im asiatischen Handel auf ein Rekordtief gefallen, auch für Stahl geht es weiter runter. Das Reich der Mitte setzt den internationalen Rohstoffmärkten zu. Und selbst Experten bleibt nur ein banger Blick.

DüsseldorfChina, immer wieder China: Fast ohnmächtig verfolgen westliche Industriemanager, wie das Reich der Mitte seit Monaten die internationalen Rohstoffmärkte durcheinanderwirbelt. Das betrifft nicht nur die Ölmärkte, die selbst aus politischen Krisen wie in den Vorjahren kein Kapital mehr schlagen können. Unter den heftigen Verwerfungen als Folge der flauen Nachfrage aus dem Riesenreich leiden vor allem die internationalen Bergbau- und Stahlkonzerne. Deren Preise kennen derzeit nur eine Richtung: nach unten.

Ein neuer Tiefpunkt wurde am Dienstag erreicht: In Singapur kostete eine Tonne Eisenerz zur Lieferung ins Reich der Mitte nur noch 42,80 Dollar und damit so wenig wie noch nie. Der chinesische Terminkontrakt fiel um bis zu 1,9 Prozent und notierte mit 290,50 Yuan (45,39 Dollar) ebenfalls auf einem Rekordtief.

Branchenkennen machen das Überangebot auf den Stahlmärkten für den Preisverfall verantwortlich: „Die Stabilisierung der chinesischen Stahlpreise sind der Schlüssel für einen Stimmungsumschwung am Eisenerz-Markt“, heißt es in einer Analyse der ANZ Bank. „Um dies zu erreichen, muss die Branche aber ihren Ausstoß verringern.“ So stammt rund die Hälfte der weltweiten Stahlproduktion aus China.

Gleichzeitig haben Bao Steel & Co. gewaltige Überkapazitäten aufgebaut. Branchenkenner gehen inzwischen davon aus, dass die inzwischen bei rund 400 Millionen Tonnen Jahreskapazität liegen – das ist mehr, als Europa verbraucht. Die Folge: Es herrscht ein gnadenloser Preiskrieg. So fiel der chinesische Stahl-Future am Dienstag auf ein neues Rekordtief von 1618 Yuan (253 Dollar).

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Für Erz und Stahl geht es abwärts

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