Rohstoffe
Gewinnmitnahmen bringen Ölpreise unter Druck

Gewinnmitnahmen haben die Ölpreise am Dienstag im Mittagshandel weiter unter Druck gebracht. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juni sank auf 123,82 Dollar. Das waren 41 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag.

dpa-afx NEW YORK/LONDON/WIEN. Gewinnmitnahmen haben die Ölpreise am Dienstag im Mittagshandel weiter unter Druck gebracht. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juni sank auf 123,82 Dollar. Das waren 41 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel um 42 Cent auf 122,49 Dollar.

Nach den Rekordständen in der vergangenen Woche hätten Gewinnmitnahmen die Ölpreise belastet, sagten Händler. Zudem hatte die Internationale Energieagentur (IEA) ihre Prognose für die Rohölnachfrage im Jahr 2008 reduziert. Die Prognose für die Ölnachfrage wurde um 390 000 Barrel je Tag auf 86,8 Mill. Barrel je Tag reduziert. Die IEA hält zudem weitere Senkungen der Prognose für wahrscheinlich. Die hohen Ölpreise dürften die Nachfrage weiter vermindern, begründete die IEA ihre Einschätzung. Die Nachfrage aus rasch wachsenden Schwellenländern dürften diesen Nachfragerückgang nicht kompensieren. Die Abwärtsrisiken für die Ölnachfrage überwögen. Die Auswirkungen auf die Nachfrage infolge eines Ölpreises über 120 Dollar seien noch unklar.

Experten erwarten unterdessen noch kein Ende des Ölpreisanstiegs. Die Aufwärtsdynamik der Nachfrage aus China sei nach wie vor hoch, schreibt Commerzbank-Rohstoffexperte Eugen Weinberg. Auch in Nigeria könnte die Entspannung der Lage laut Weinberg nur von kurzer Dauer sein. Ende letzter Woche habe Exxonmobil gemeldet, nach achttägigem Streik die Produktion wieder aufzunehmen zu wollen. Auch Royal Dutch Shell gab an, in zwei Wochen wieder auf Normalniveau produzieren zu wollen. Jedoch habe zugleich die nigerianische Befreiungsorganisiation Mend wissen lassen, dass man die Aktionen gegen die Mineralölgesellschaften intensivieren würde. Mend war für die meisten Anschläge der jüngsten Vergangenheit verantwortlich.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist auf einen Rekordstand gestiegen. Nach Angaben des Opec-Sekretariat vom Dienstag kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl aus den Fördergebieten des Kartells am Montag 119,71 Dollar. Im Vergleich zum Freitag verteuerte sich ein Barrel damit um 58 Cent. Opec-Öl hat damit fünf Handelstage in Folge einen Rekord erreicht. Die Opec berechnet den Korbpreis auf der Basis von 13 Sorten der Organisation.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%