Rohstoffe
Gewinnmitnahmen drücken US-Ölpreis leicht

dpa-afx SINGAPUR. Der US-Ölpreis ist am Dienstag leicht gesunken. Ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im August kostete im asiatischen Handel am Morgen 70,88 Dollar und damit 21 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Ölpreis war in der Nacht zum Dienstag erstmals seit zehn Monaten auf mehr als 71 Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen. Die Notierung für ein Barrel an der New Yorker Rohstoffbörse schloss bei 71,09 Dollar.

Händler begründeten die leichten Kursverluste mit Gewinnmitnahmen, verwiesen aber zugleich auf einen nach wie vor engen Benzinmarkt in den USA. Aufgrund dessen sei ein weiterhin erhöhtes Ölpreisniveau wahrscheinlich, hieß es.

Der Benzinmarkt der Vereinigten Staaten steht seit Wochen im Fokus. Grund ist eine hohe Benzinnachfrage, vor allem aufgrund der laufenden US-Ferienzeit, in der die Benzinnachfrage traditionell deutlich zulegt. Zugleich gilt das Benzinangebot in den Vereinigten Staaten als knapp, was insbesondere an geringen Lagerbeständen und einem zum Vorjahr verminderten Ausstoß der US-Ölraffinerien liegt.

Ein Liter Super kostete in Deutschland am Dienstagmorgen laut Aral im Bundesschnitt 1,36 Euro, Diesel 1,13 Euro.

Der Auto Club Europa (ACE) erklärte dagegen in Stuttgart, die Preise für Superbenzin seien über Nacht wegen des Bahnstreiks um bis zu sieben Cent pro Liter gestiegen. Für Superbenzin verlangen Tankstellen nach Angaben des ACE mancherorts 1,39 Euro pro Liter. Der Liter Dieselkraftstoff kostet derzeit durchschnittlich 1,15 Euro. „Die Tankstellenbetreiber haben gewusst, dass viele Pendler wegen des Arbeitskampfes der Eisenbahner auf ihr Auto umsteigen müssen und haben sich an ihnen schadlos gehalten“, sagte ein ACE-Sprecher.

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