Rohstoffe
Gold-Bullen auf dem Vormarsch

Die jüngste Regierungskrise in Portugal schürt die Angst, dass sich die europäische Schuldenkrise wieder zuspitzen könnte. Davon könnte der Goldpreis profitieren. Analysten sind so optimistisch wie lange nicht.
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New YorkGold hat seinen Ruf als „sicherer Hafen“ und als „Krisenwährung“ scheinbar nicht verloren. Gold-Händler sind derzeit so positiv zu dem Edelmetall eingestellt wie seit etwa einem Monat nicht mehr. Die jüngste Regierungskrise in Portugal hat wieder Befürchtungen aufkommen lassen, dass sich die europäische Staatsschuldenkrise verschärfen könnte. Außerdem lässt der  massive Preiseinbruch die Nachfrage nach Schmuck anstiegen.

Vierzehn vom Börseninformationsdienst Bloomberg befragte Analysten erwarten, dass der Preis in dieser Woche ansteigen wird. Zehn sind negativ und drei sind neutral eingestellt. Der Anteil derer, die an einen Preisanstieg glauben, ist so hoch wie zuletzt Anfang Juni.

Der Goldpreis war im zweiten Quartal um 23 Prozent eingebrochen. Viele Investoren hatten sich von dem gelben Edelmetall verabschiedet, nachdem die amerikanische Notenbank Federal Reserve eine Straffung ihrer lockeren Geldpolitik in Aussicht gestellt hatte.

Fed-Chef Ben Bernanke hatte im Juni gesagt, die US-Zentralbank werde unter Umständen noch in diesem Jahr damit beginnen, das Volumen ihrer Anleihekäufe zu reduzieren. Ein Programm-Abschluss könne bis Mitte 2014 erfolgen. Voraussetzung sei jedoch, dass sich die weltgrößte Volkswirtschaft in dem von der Fed erwarteten Ausmaß erhole.

Das Abrutschen von Gold in einen Bärenmarkt sorgte aber gleichzeitig dafür, dass die Nachfrage nach Schmuck und Münzen in der ganzen Welt anstieg. Die Importe in die Türkei, dem viertgrößter Gold-Abnehmer, sind zuletzt auf den höchsten Wert in viereinhalb Jahren angestiegen.



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Gold-Bullen auf dem Vormarsch

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Die Erholung wird vorsichtig verlaufen

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  • Vollkommen richtig - hoch runter, kaufen - verkaufen. Tägliche Meinungsmache. Ohne Marktimpulse kein Handel, keine Courtage für die Händler, lähmende Seitwärtsbewegung. HB lässt sich auf billiges Aktienbriefniveau herab.

  • "Bereits kurz nach der Oktoberrevolution versuchte Lenin, die russische Wirtschaft per Dekret in eine zentrale Planwirtschaft umzuwandeln. Als Erstes wurden bis Anfang 1918 die Banken verstaatlicht. Gemäß dem Parteiprogramm der Bolschewiki sollte das Geld als Zahlungsmittel komplett abgeschafft werden. Da das Geld nicht per Dekret abgeschafft werden konnte, ließ die Regierung durch zusätzliches Gelddrucken bis 1922 eine Hyperinflation herbeiführen, die alle umlaufenden Geldmittel entwertete. Lenin beauftragte 1918 den Journalisten Jurij Larin damit, eine zentrale Planungsinstanz für die Verstaatlichung der Industrie zu schaffen. Hieraus ging der Oberste Wirtschaftsrat hervor, der die Enteignung der privaten Unternehmen umsetzte, deren Eigentümer (wenn sie nicht bereits ins Ausland geflohen waren) in der Regel ihre Betriebe entschädigungslos abtreten mussten. Das Firmenvermögen wurde vom Staat eingezogen."

    (Wikipedia: Lenin, "Wirtschaftspolitische Grundentscheidungen" http://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Iljitsch_Lenin)

    Wollen FED, EZB und die japanische Notenbank das Geld abschaffen?

  • Ich denke, die unbedarftesten und dümmsten anzunehmenden Leser - also die Goldbugs - danken Ihnen untertänigst, dass Sie im milden Licht Ihrer Weisheit und Güte wandeln dürfen. Nicht jeder große Geist ist so jovial und selbstlos wie der Ihre, andere an seiner grenzenlosen Weite teilnehmen zu lassen.
    Danke !! Danke !! Danke !!

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