Rohstoffe „Gold fängt wieder an, zu glänzen“

Experten rechnen mit einem baldigen Wiederanstieg des Goldpreises. Grund dafür ist vor allem die hohe Nachfrage auf dem asiatischen Markt, die nach Ansicht der Analysten noch zulegen dürfte.
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Experten rechnen mit einem baldigen Anstieg des Goldpreises. Quelle: dpa
Gold

Experten rechnen mit einem baldigen Anstieg des Goldpreises.

(Foto: dpa)

FrankfurtGold wird sich nach Ansicht einiger Experten in den kommenden Monaten verteuern. Das bescheidene Angebot an Gold und das weiter niedrige Zinsniveau werden die Nachfrage nach dem als Inflationsschutz beliebten Edelmetall schüren, wie Marcus Grubb, Managing Director des World Gold Council (WGC), am Dienstag auf einer Konferenz in Frankfurt sagte.

Der Verband gilt als das Sprachrohr der Goldindustrie. „Zudem ist die Nachfrage in den wichtigen Gold-Märkten China und Indien stark, der Wohlstand dort wächst.“ In den kommenden Jahren dürften in den beiden Ländern rund 500 Millionen Menschen in die Mittelklasse aufsteigen. Diese Menschen hätten dann das Geld, um Gold zu kaufen.

Das Edelmetall ist laut Grubb gerade in Asien vor allem ein Konsumgut und nicht nur ein Investment. Auch Stefan Keitel, der bei der Berenberg Bank die Investitionsentscheidungen verantwortet, zeigte sich optimistisch. „Gold fängt wieder an, zu glänzen.“ Es sei ein positives Zeichen, dass der Preis trotz der aktuellen Dollar -Stärke die Marke von 1200 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) verteidige.

Was Sie über das deutsche Gold wissen müssen
Goldbestand
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Auf Anfrage der Partei Bündnis 90/Die Grünen hat die Bundesregierung Antworten zum deutschen Gold geliefert. Laut dem Schreiben wies die Deutsche Bundesbank am 31. Dezember 2014 einen Goldbestand von 3384 Tonnen aus. Der Bestand ist dabei seit einigen Jahren rückläufig. Seit 1998 sinken die Goldreserven. Den höchsten Goldbestand verzeichnete die Bundesbank im Jahre 1968 mit 4034 Tonnen.

Goldmünzen
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Zuflüsse zum Goldbestand finden derzeit nicht mehr statt. Unter Berufung auf eine Auskunft der Deutschen Bundesbank heißt es, es seien keine Käufe auf dem Goldmarkt beabsichtigt. Als Grund für die leichte Abnahme des Bestandes seit einigen Jahren wird angegeben, dieses Gold werde zur Prägung deutscher Goldmünzen verwendet.

Lagerung:
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Von den 3384 Tonnen des deutschen Goldes befinden sich 1192 Tonnen bei der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main. 438 Tonnen lagern bei der Bank of England in London, 307 Tonnen bei der Banque de France in Paris. Die größten Bestände sind mit 1447 Tonnen bei der Federal Reserve Bank in New York zu finden. Bewacht und verwaltet werden die Goldbestände dort zum Nulltarif. Teuer wird es jedoch, wenn die Deutsche Bundesbank das Gold zurückführen möchte. Dann verlangt die Fed-Bank in New York eine Gebühr von 1,75 Dollar pro Barren.

Wert der Goldbestände:
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Bei einem Marktpreis von 987,77 Euro pro Feinunze beträgt der Wert der Goldbestände rund 107,5 Milliarden Euro.

Goldherkunft nach dem 2. Weltkrieg
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Die Bank deutscher Länder (ab 1957 Deutsche Bundesbank) kaufte bis 1951 keinerlei Gold auf. Die Goldbestände der Bank deutscher Länder/Deutschen Bundesbank stammen nach Angaben der Deutschen Bundesbank nicht aus einem planmäßigen und gewinnorientierten Erwerb am Goldmarkt, sondern sind im Wesentlichen aus Transaktionen im Rahmen der Gründung der Europäischen Zahlungsunion, dem Beitritt zum Bretton-Woods-Abkommen und der ergänzenden Vereinbarung zum Bretton-Woods-Abkommen entstanden.

Andere Edelmetalle:
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Die Deutsche Bundesbank hält außer Gold keine anderen Edelmetalle.

Quellen der Goldreserve:
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Die Goldreserven der Deutschen Bundesbank stammen nach Angaben der Deutschen Bundesbank seit 1951 aus geld- und währungspolitischen Transaktionen mit Zentralbanken und supranationalen Institutionen – insbesondere mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Dabei wurde das Gold niemals direkt von einer Schmelze oder einem Refiner beschafft.

Die Aufwertung des „Greenback“ macht den Rohstoffen zu schaffen, weil diese sich dann für Investoren außerhalb der USA verteuern. Am Dienstagnachmittag kostete Gold 1237,30 Dollar je Feinunze.

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1 Kommentar zu "Rohstoffe: „Gold fängt wieder an, zu glänzen“"

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  • So? Davon merk' ich wenigstens momentan nichts. Gold war noch in der 3. und 4. Januarwoche bei 1150 € angesiedelt, und damit die entscheidende 1300 $ /oz. Marke überschritten.

    Und jetzt? Jetzt dümpelt das Edelmetall gerade bei ca. 1220 $ herum, das sind rund 1080 €. Also unter Brüdern ist Gold im Kurs in 3 Wochen ca. 70 € bzw. 80 $ gefallen. Also wenn dann der Anleger-Boom kommt, harre ich der Dinge, die da kommen. Aber diese "Experten" haben sich auch schon oft geirrt, so ist das nicht...

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